Mit einer ICT-Agenda in die digitale Zukunft

Economiesuisse und ICTSwitzerland haben ihre «digitale Agenda überarbeitet», mit der die Schweiz eine der besten digitalen Volkswirtschaften der Welt werden soll.

» Von Fabian Vogt , 05.06.2013 13:52.

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«Mit intelligenter Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) wird die Schweiz zu Smart Switzerland», ist im Vorwort der «Digitalen Agenda 2.0» zu lesen. Diese wird von ICTSwitzerland und Economiesuisse herausgegeben und ist gestern in der zweiten Auflage erschienen. 

Die Agenda soll ein Wegweiser sein, um die Schweiz «unter die besten digitalen Volkswirtschaften der Welt zu führen». Dort sei sie momentan gemäss den Verfassern nämlich nicht. Um das Ziel zu erreichen soll vor allem die Politik in die Pflicht genommen werden, der Bund «müsse die Auswirkungen und das Potenzial der rasant wachsenden 'digitalen Volkswirtschaft' in Zukunft noch genauer erfassen. Um dies zu erreichen, wurden neun Kernforderungen ausgearbeitet:

  • Energie: Die Potenziale der ICT sollen in der künftigen Energiepolitik besser ausgeschöpft werden. 
  • Gesundheit: Durch finanzielle Anreize soll die ICT gezielt gefördert werden, was zu Effizienz- und Qualitätssteigerungen im Gesundheitswesen führen würde. Als Beispiel wird eine Prämienreduktion auf die Grundversicherung derjenigen Patienten genannt, die ein elektronisches Patientendossier einsetzen.
  • Bildung: Die Wichtigkeit der Informatik soll bei der Erarbeitung von Lehrplänen der Volksschule berücksichtigt werden. Im Gymnasium sollte Informatik als Grundlagenfach angeboten werden. 
  • Basisinfrastrukturen: Antennenbewilligungsverfahren sollen vereinfacht werden, denn der mobile Datenverkehr gewinnt zunehmend an Bedeutung.
  • Mobilität: das elektronische Ticketing im öffentlichen Verkehr hat das Potential, durch ICT zu einem verkehrsübergreifenden Mobility Pricing ausgebaut zu werden. So könnten alle Verkehrsträger effizienter und vernetzter eingesetzt werden.
  • Forschung und Innovation: Hochschulen und Industrie sollen verstärkt zusammenarbeiten, um Forschung und Innovation rasch in unternehmerische Wertschöpfung umwandeln zu können.
  • Regulierung und Datenschutz: Bereits in der Schule sollen die Menschen den sicheren Umgang mit Daten lernen. Denn das schwächste Glied in der digitalen Sicherheitskette sei oft der Benutzer. 
  • Public Service: Firmen, Bürger und Staat müssen den digitalen Austausch untereinander verbessern. Dafür entscheidend könnte die Umsetzung der nationalen eGovernment-Strategie sein. Dazu sollen Bund und Kantone endlich eine klare Beschaffungsstrategie bei ICT-Projekten entwickeln.
  • Digitale Identität: Über allen diesen Forderungen steht die Kernforderung nach einer hoheitlich vergebenen staatlichen Identität für alle Bürgerinnen und Bürger als Grundlage und Treiber für Fortschritte in den Bereichen eGovernment, eHealth und eCommerce.

Werden diese Punkte erfüllt, soll die ICT-Szene Schweiz in Zukunft ein Schwergewicht auf dem internationalen Parkett sein. Im eigenen Land ist sie das bereits. 26,7 Milliarden Franken hat die ICT-Branche 2009 erarbeitet, das sind 5,1 Prozent der Schweizer Wertschöpfung. Die Branche beschäftigt 177 000 Fachkräfte, wovon aber nur rund ein Drittel in Firmen der ICT-Branchen arbeiten, ist in der Agenda nebst diversen weiteren Statistiken zu lesen.

Zum Download

» STUDIE Digitale Agenda 20130604

Grösse: 2.5 MB

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KOMMENTARE

Irene Imboden: 06-06-13 08:47

Wegen dem langweiligen, nichtsaussagenden und auf die falsche Fährte führenden Titel, hätte ich diesen Artikel, in dem es ums Eingemachte geht, beinahe übersehen. Es geht nicht um die Agenda, sondern um die Inhalte. Bitte gebt euch etwas mehr journalistische Mühe in der Titelwahl.

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