Marktübersicht: Outsourcing in der Schweiz

  

weitere Artikel

» Von Susann Klossek , 30.11.2011 07:22.

Die grössten Deals

Laut des aktuellen «Sourcing Monitor» von Active Sourcing führt Swisscom IT Services im zweiten Quartal 2011 das Anbieterranking nach Anzahl der Deals mit zehn Abschlüssen klar an. Nach Gesamtvolumen (TCV) und Marktanteilen liegt allerdings CSC, wie schon in den vorherigen Quartalen, an der Spitze. Die beiden grossen Abschlüsse mit Zurich Financial Services (ZFS) im 4. Quartal 2009 und der UBS-Vertrag vom letzten Sommer bescheren den Amerikanern in der Schweiz einen Marktanteil von satten 55 Prozent (3860 Mio. CHF). Allerdings wird der ZFS-Deal Ende 2011 aus der Sourcing-Monitor-Statistik herausfallen. Hinter CSC folgen auf den Rängen zwei bis vier HP (875 Mio. CHF), IBM (750 Mio. CHF) und Swisscom IT Services (668 Mio. CHF). Auf den weiteren Plätzen finden sich T-Systems, Cognizant und Atos. Letzterer ist nun nach der Übernahme von Siemens IT Solutions and Services auch in der Top-10-Liste der grössten Schweizer Outsourcer vertreten. Zudem führte der UBS-Vertrag von Cognizant dazu, dass der Dienstleister im aktuellen Quartal neu unter die zehn stärksten Anbieter nach Vertragsvolumen aufrückt.


Wie geht es weiter?

«Services ist das zentrale Thema der nächsten Jahre», meint Elmar Bistricky, Head of Service Delivery Regional IS/IT Western Europe beim Dübendorfer Pharmaunternehmen Nycomed. Auch die Teilnehmer der ZHAW-Umfrage glauben, dass die Nutzung ausgelagerter Servicedienstleistungen, sei es im Bereich klassisches Outsourcing oder im Bereich Cloud Computing, stark zunehmen wird. In ersterem Segment wird am meisten der Bereich Nearshoring wachsen, gefolgt von Onshoring und Offshoring. Im Segment Cloud Computing verbreiten sich in den nächsten drei Jahren vor allem SaaS-Konzepte (Software as as Service), gefolgt von IaaS (Infrastructure as a Service) sowie PaaS (Platform as a Service). Aber auch die Nachfrage nach Business Process Outsourcing und Human as a Service (HuaaS) wird, wenn auch auf niedrigerem Niveau, gemäss den Befragten weiter ansteigen. 

Bis zu 50 Prozent ins Outsourcing

Die meisten der Umfrageteilnehmer haben konkrete Pläne, in den kommenden drei Jahren weitere IT-Dienste auszulagern und dafür zwischen 1 und 50 Prozent ihrer geplanten Gesamtinvestitionen auszugeben. Die Hauptziele dabei sind eine aktive Ressourcen-/Kapazitäts-Steuerung, Produktivitätssteigerung sowie Personalkosteneinsparung. Doch Metzger von Cognizant warnt auch: «Outsourcing-Vorhaben, die rein finanziell getrieben sind, scheitern.» In der Zukunft werden die Fachbereiche vermehrt das Sagen haben, ist Metzger sicher. «Heute sind sie aber zum Grossteil noch nicht in der Lage, ihre Bedürfnisse zu definieren. Hier muss die IT unterstützend agieren.» Letztlich gehe es darum, funktionierende Beziehungen aufzubauen, ergänzt Bistricky. «Es steht und fällt sehr viel mit der Kommunikation.»

Werbung

KOMMENTARE

Keine Kommentare

KOMMENTAR SCHREIBEN

*
*
*
*

Alles Pflichfelder, E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt.

Die Redaktion hält sich vor, unangebrachte, rassistische oder ehrverletzende Kommentare zu löschen.
Die Verfasser von Leserkommentaren gewähren der IDG Communications AG das unentgeltliche, zeitlich und räumlich unbegrenzte Recht, ihre Leserkommentare ganz oder teilweise auf dem Portal zu verwenden. Eingeschlossen ist zusätzlich das Recht, die Texte in andere Publikationsorgane, Medien oder Bücher zu übernehmen und zur Archivierung abzuspeichern.