Kommentar: Android droht Wildwuchs

Googles Android soll künftig auch in Autoradios laufen. Neben Handys, Netbooks und Tablets wäre das die vierte Bauart für das Mobilsystem. Damit ist das Ende nicht erreicht, oder doch?

Computerworld-Redaktor Mark SchröderComputerworld-Redaktor Mark Schröder
  

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» Von Mark Schröder , 14.01.2011 10:38.

Die Android-Plattform wird laut Markterhebungen jeden Tag populärer. Ende 2010 wurden innert 24 Stunden weltweit jeweils 300'000 Androiden freigeschaltet. Die Verkaufserfolg ist durchaus nachvollziehbar, sowohl für die Hersteller als auch die Endkunden.

Smartphone-Produzenten können sich beim Gerätedesign austoben, lustige Funktionen ergänzen oder proprietäre Apps einbinden. Konsumenten haben so die freie Auswahl zwischen günstigen Einsteigermodellen und High-End-Produkten in der iPhone-Klasse. Die mittlerweile vielleicht 200'000 Apps bieten Endanwendern Raum für Individualisierung des Telefons – obwohl nicht jede App unter allen Android-Versionen läuft. Auch ist nicht jede App kompatibel zu allen Geräten – Autoradios, Netbooks, Smartphones und Tablets.

Die sich abzeichnenden Probleme für die Android-Plattform sind allerdings nicht neu. Google droht hier sehenden Auges Microsofts früheren Fehler mit Windows Mobile zu wiederholen. Das Betriebssystem musste sich auch an zu viele Hardware-Plattformen anpassen und Applikationen unterstützen, so dass es ab Version 6.0 quasi unbrauchbar wurde.

Android ist zurzeit jedoch erst bei Version 3.0, hat quasi noch einige Release-Zyklen Zeit, um den Wildwuchs zu stoppen. Google täte gut daran, zum Beispiel einen Kern von Betriebssystem-Funktionen zu definieren, den schlicht alle Androiden per Default unterstützen müssen. Durch Telefone aus eigener Fertigung wie bei Apple oder rigide Systemvoraussetzungen wie bei Microsoft verlöre Android ansonsten so schnell an Popularität, wie es Fans gewonnen hat. 

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