IT-Bewerber setzen auf Mobile Recruiting

Während IT-Arbeitgeber nach wie vor die meisten Stellen herkömmlich inserieren, bewerben sich ihre Kandidaten immer häufiger via Karrierenetzwerke. In Zukunft soll dann auch der Bereich Mobile Recruting einen grossen Stellenwert einnehmen – bei Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

» Von Fabian Vogt , 08.03.2013 11:20.

Die Rekrutierung verändert sich. Nicht nur sind papierbasierte Bewerbungen out, meistens sind sie nicht einmal mehr erwünscht, sagen zwei Studien von Monster.de und dem Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS). Besonders IT-Profis verabschieden sich von der herkömmlichen Bewerbungsmethode, 35 Prozent von ihnen nutzen bereits Karrierenetzwerke wie Xing zur aktiven Stellensuche. Damit liegt diese Art der Bewerbung auf Platz zwei, hinter Internet-Stellenbörsen (56 Prozent) aber deutlich vor den Sozialen Netzwerken, die nur von 4,1 Prozent der Befragten zur Jobsuche genutzt werden. Doch unwichtig sind Twitter und Co. in diesem Bereich deswegen nicht.

«ITler haben generell durchaus hohe Erwartungen an Social Media. Mehr als 54 Prozent der Befragten finden es zum Beispiel gut, wenn Unternehmen Social-Media-Anwendungen für Rekrutierungsaktivitäten einsetzen,» sagt Prof. Dr. Tim Weitzel vom Lehrstuhl für Informationssysteme in Dienstleistungsbereichen der Universität Bamberg. Die IT-Professionals sehen die Erwartungshaltung in Bezug auf Social Media aber auch auf sich selbst zutreffend. «41 Prozent glauben, dass Unternehmen von ihnen erwarten, dass sie Informationen zu Karrierethemen über Social Media sammeln; und knapp 32 Prozent denken, dass Unternehmen es erwarten, dass sie in sozialen Medien aktiv suchen“, so Weitzel. 

Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Nebst Social- wird auch Mobile-Recruiting immer relevanter. Gemäss der Studie «Recruiting Trends 2013» sind 42,9 Prozent der IT-Firmen der Meinung, dass sich Kandidaten in Zukunft über mobile Endgeräte bei ihnen bewerben. «Hier fehlt allerdings aus unserer Sicht noch die technische Voraussetzung», sagt Tim Weitzel.  Und auch die IT-Fachkräfte stehen der Idee, Apps für die Stellensuche zu nutzen, durchaus aufgeschlossen gegenüber: Mehr als 57 Prozent finden es gut, wenn Internetstellenbörsen, 42,7 Prozent, wenn Unternehmen solche mobilen Anwendungen bereitstellen, heisst es in der Studie.

Doch: Noch ist mobile Recruiting nicht der «way to go». Die Unternehmen müssen noch einiges tun, wenn es darum geht, Inhalte für mobile Endgeräte anzupassen. Die eigene Karrierewebsite haben nur knapp 14 Prozent für die Darstellung auf Smartphones und Tablets optimiert. Angepasste Stellenanzeigen oder gar eigene Karriere-Apps können nur 4,5 Prozent der befragten IT-Unternehmen bieten.

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