Gartner: Tablets überholen PCs bald

Laut einer Studie von Gartner werden Tablets bis in drei Jahren 72 Prozent mehr verkauft wie traditionelle Windows-PCs. Dies aufgrund steigender Tablet- und sinkender PC-Verkäufe.

» Von Luca Diggelmann , 05.04.2013 13:51.

Eine neue Studie von Gartner besagt, dass bis in drei Jahren massiv mehr Tablets als Desktop-PCs verkauft werden. Grosser Profiteur davon wäre Google mit seinen Android-Systemen. Apple und Microsoft könnten mit mehr Fokus in Richtung Mobile am Ball bleiben.

Ein Teil der sinkenden PC-Verkäufe wird Microsoft mit dem Verkauf der neuen «Ultramobiles» wie dem Surface-Tablet wettmachen. Die Gartner-Studie besagt aber, dass die Abnahme an PCs dauerhaft sei und eine langfristige Veränderung des Nutzerverhaltens reflektiert. «Die meisten Nutzer werden mit Tablets als Hauptcomputer zufrieden sein», so Carolina Milanesi, Forschungs-Vizepräsidentin für Gartner. «Konsumenten verbringen zunehmend mehr Zeit mit Tablets und Smartphones anstatt mit Desktop-PCs und werden ihre PCs deshalb seltener ersetzen wollen.»

Für 2017 sieht Gartner eine Abnahme von rund 21 Prozent, von 341 Millionen auf 272 Millionen Desktop-PCs und Notebooks voraus. Im Gegenzug dazu sollen Tablet-Verkäufe in diesem Jahr um beinahe 70 Prozent steigen. Mobiltelefone wachsen laut Gardner ebenfalls, nur nicht so schnell. 2017 beträgt das Wachstum hier rund 10 Prozent.

Android dank Mobile an der Spitze

Das Umdenken bei den Geräten wiederspiegelt sich auch in der Verteilung der Betriebssysteme. Gartner rangiert Android als Nummer 1, mit rund 1,5 Milliarden aktiven Geräten. Microsoft Windows belegt den zweiten Platz, hauptsächlich dank mobilen Geräten mit Windows 8 und Windows Phone 8. Apples iOS und OS X bleiben knapp hinter Microsoft auf dem dritten Rang. Auch hier liegt der Bärenanteil der Verkäufe im Bereich Tablet und Smartphone. BlackBerry zeigt ein leichtes Wachstum, bleibt aber abgeschlagen auf dem vierten Platz zurück.

«Der Trend in Richtung Smartphones und Tablets wird weitaus grössere Implikationen mit sich bringen als nur eine Verschiebung der Hardware-Verkäufe», so Milanesi. «Software und Chipsatz-Architekturen werden ebenso beeinflusst, da Kunden sich an Apps und persönliche Cloud-Dienste gewöhnen.»

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