Financials: teure Rechenfehler
Schweizer Firmen verschenken Geld. Abstimmungsprobleme zwischen Einkauf und Buchhaltung zählen zu den Gründen. Die aktuelle Studie.
» Von , 09.07.2010 12:11.
Vor allem menschliche Fehler sind in den Finanz-Departements Schweizer Unternehmen dafür verantwortlich, wenn Rechnungen zu spät bezahlt und Arbeitsabläufe wiederholt werden. Sieben Prozent der Rechnungen kommt schon fehlerhaft in den Abteilungen an. In einem typischen Unternehmen summiert sich das auf etwa 6000 fehlerhafte Rechnungen pro Jahr. Fehler beim Einscannen kommen hinzu. In Folge hat die Buchhaltung Schwierigkeiten, die Beträge korrekt den Einkäufen zuzuordnen.
Basware, spezialisiiert auf IT-Financials (Enterprise-Purchase-to-Pay-Lösungen), befragte von Mai bis Juni diesen Jahres 550 Finanzchefs (Heads of Accounts Payable) in den U.S.A., Europa und Australien. Ein typisches, von Basware befragtes Unternehmen beschäftigt elf Vollzeit-Mitarbeiter im Kreditoren-Rechnungswesen. Im Durchschnitt gehen 93.000 Rechnungen pro Jahr ein. Vom Eingang bis zur Begleichung der Rechnung vergehen im Durchschnitt 18 Tage. 19 Prozent der Rechnungen erreichen die Abteilungen auf elektronischem Wege - Tendenz steigend.
Aber intern läuft nicht alles rund: 32 Prozent der Befragten haben Probleme damit, die eingehenden Rechnungen mit den Einkäufen abzugleichen, und verschwenden viel Zeit damit. In Folge werden Preisnachlässe für Frühzahlungen nicht genutzt (30 Prozent). 26 Prozent der Unternehmen haben Beträge an den falschen Anbieter überwiesen und 10 Prozent begleichen mehr oder minder regelmässig Rechnungen für Produkte, die sie noch gar nicht erhalten haben.



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