E-Government: Schweiz steht im Ländervergleich gut da

Der eGovernment Monitor untersucht die Akzeptanz elektronischer Bürgerdienste in verschiedenen Ländern. Die Schweiz ist in den meisten Kategorien ganz vorne dabei.

Das E-Government der Schweiz kommt in einer neuen Studie gut weg.Das E-Government der Schweiz kommt in einer neuen Studie gut weg.

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» Von Fabian Vogt , 03.08.2012 16:53.

Der «eGovernment Monitor 2012» beleuchtet nach eigener Aussage «die Akzeptanz von elektronischen Bürgerdiensten und verdeutlicht Unterschiede bei der Nutzung zwischen Deutschland, Österreich, der Schweiz, Schweden, Großbritannien und den USA.» Für die Studie wurden in Österreich, Schweden und der USA jeweils 1000, in Deutschland und der Schweiz je 1001 und in Grossbritannien 1002 Interviews geführt und ausgewertet.

Die Schweiz, welche in diesem Jahr erstmals für die Studie berücksichtigt wurde, ist unter den befragten Nationen im Bezug auf die Nutzung im Mittelfeld anzutreffen. 58 Prozent der Schweizer haben schon einmal auf Online-Angebote der Behörden zurückgegriffen, Schweden (70 Prozent) und Österreich (67 Prozent) sind in dieser Beziehung besser. In Deutschland und Grossbritannien (jeweils 45 Prozent) sowie den USA (39) hat die Bevölkerung bisher seltener von E-Government-Angeboten Gebrauch gemacht.

Schweizer zufrieden

Die Onliner in Österreich und der Schweiz sind mit 79 beziehungsweise 73 Prozent zufriedenen Bürgern von E-Government-Diensten überzeugt. Bei den Bürgern der USA zeigt sich eine gewisse Zurückhaltung, derzeit ist erst jeder Zweite mit diesen Angeboten zufrieden. Ein entscheidender Faktor, der zur Zufriedenheit bei den Bürgern beiträgt, ist die Nutzungserfahrung. In Österreich, der Schweiz und Großbritannien sind über 80 Prozent der E-Government-Nutzer mit dem aktuellen Angebot zufrieden ( AT: 90 Prozent, CH: 88 Prozent, UK: 83 Prozent ). In Deutschland und Schweden sind es 71 Prozent. 

Beim E-Government sind den Schweizern von den untersuchten Aspekten Sicherheit, Zuverlässigkeit der Systeme, Datenschutz, Navigation, Vollständige Informationen, Aktualität und zeitliche Unabhängigkeit alle fast gleich wichtig und liegen zwischen 85 und 88 Prozent.

Hohe Partizipation

Gibt es Online-Beteiligungsinitiativen, macht niemand mit als die Schweizer. 59 Prozent der Befragten in unserem Land nehmen daran teil, auch die Bekanntheit solcher Initiativen ist mit 73 Prozent am höchsten. Das Schlusslicht bilden die USA, 47 Prozent Bekanntheit und 30 Prozent Nutzung.

Mangelende Durchgängigkeit spricht bei 44 Prozent der Schweizer gegen eine (intensivere) Nutzung von Online-Behördendiensten. 43 Prozent stören sich ab der undurchschaubaren Struktur und 40 Prozent ab einer unzureichenden Hilfestellung. Am wenigsten Probleme haben die Schweizer – wie die anderen Länder – mit dem Vertrauen in die Behörden (26 Prozent) und auch als zu unpersönlich empfinden nur 26 Prozent die Online-Abwicklung.

 

Beim Thema Datenschutz haben 56 Prozent der Schweizer Bedenken, dass bei der Datenübertragung mangelnde Sicherheit bietet. Angst vor Datendiebstahl haben dafür nur sieben Prozent.

Mobile Government fast kein Faktor

Stark ausbaufähig ist in allen Ländern das Mobile Government. Den Spitzenplatz in der Nutzung belegt Schweden mit 21 Prozent, die Schweiz folgt dahinter mit 13 Prozent. Allerdings scheint das Bedürfnis dafür nicht vorhanden zu sein, in der Schweiz planen 39 Prozent nicht, dieses Angebot zu nutzen.

Websites gelobt

Die Schweizer beurteilen die Homepages ihrer Behörden durchwegs am positivsten, sowohl was den themenorientierten Aufbau (70 Prozent) als auch die Übersichtlichkeit (69 Prozent) betrifft. Nur die Suchfunktionen könnten besser sein, finden 34 Prozent der befragten Schweizer.

Die Studie behauptet, repräsentativ zu sein und definiert E-Government folgendermassen: «Unter E-Government verstehen wir Informationen und Dienste von Behörden und öffentlichen Einrichtungen (Kommune, Stadt, Landkreis,...), die über das Internet genutzt werden können, wie zum Beispiel die elektronische Steuererklärung».

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