E-Commerce: Starker Franken hinterlässt Spuren

Schweizer E-Commerce-Anbieter verlieren wegen dem starken Franken Aufträge an ausländische Unternehmen.

» Von Harald Schodl , 08.11.2011 12:00.

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E-Commerce ist auch in der Schweiz ein gigantisches Geschäft. So hat die Universität St. Gallen 2010 den hiesigen Onlineumsatz mit 8,7 Milliarden Franken beziffert. Die Frankenstärke wirkt sich derzeit aber negativ auf den Schweizer E-Commerce-Markt aus. Über die Hälfte der eidgenössischen Anbieter verliert Aufträge an ausländische Konkurrenten, wie die Online-Blitzumfrage des E-Commerce-Report Schweiz ergeben hat. 

Eine Tendenz sei eindeutig erkennbar, kommentiert Professor Ralf Wölfle, Leiter des Kompetenzschwerpunkts E-Business an der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW: «Der starke Franken macht den Preiskampf härter, die Kunden suchen gezielter nach günstigeren Einkaufsmöglichkeiten.» Alle befragten Spezialisten haben diese Annahme in der Umfrage bestätigt. Bei sechs Antwortenden sind es die Hälfte der Kunden oder mehr. Zwölf Antwortende würden diese Entwicklung zumindest bei einer «relevanten Minderheit» ihrer Kunden beobachten, heisst es.

Vierzehn E-Commerce-Anbieter verlieren bereits Kunden und Aufträge an ausländische Konkurrenten. Acht beziffern diese Verluste mit mehr als zehn Prozent. Besonders betroffen ist der Umfrage zufolge die Reisebranche. Hier würden im Gegensatz zu physischen Gütern die Zollbarrieren fehlen. Studienteilnehmer würden beobachten, dass ausländische Reiseportale deshalb gezielt um Schweizer Kunden buhlen, heisst es.

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