Durch E-Rechnungen 200 Millionen Franken gespart

Seit zehn Jahren ist gesetzlich geregelt, welche Anforderungen elektronische Rechnungen erfüllen müssen. Heute liegen erstmals Zahlen vor – und die sind verheissungsvoll.

Christian Tanner von der FHNW hat an einer Studie über E-Rechnungen gearbeitet und herausgefunden, dass damit hunderte Millionen gespart wurden.

» Von Fabian Vogt , 11.05.2012 11:47.

Die Dienstleister Abacus, B2BNet, IO-Market, Pentag, Postfinance, Six Paynet, Stepcom und Swisscom übermitteln im Auftrag von Unternehmen und Organisationen E-Rechnungen an Geschäftskunden. Im letzten Jahr waren dies 12 Millione, die elektronisch an Geschäftskunden gestellt, steuerkonform digital signiert und in einem strukturierten, maschineninterpretierbaren Format übermittelt wurden. Durch die damit ermöglichte automatisierte Verarbeitung und Archivierung sparen die Rechnungssteller laut einer Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW 2 Franken, die Rechnungsempfänger 15 Franken pro Rechnung ein. Insgesamt konnten die Unternehmen im vergangenen Jahr auf diese Weise über 200 Millionen Franken einsparen. 

Die Studie sagt weiter, dass die E-Rechnungen an inländische Geschäftskunden seit 2009 um 65 Prozent zunahmen. 35 Prozent der E-Rechnungen wurden an ausländische Geschäftspartner übermittelt, so die FHNW-Untersuchung. Hier konnte das Volumen gegenüber 2009 lediglich um 19 Prozent gesteigert werden. 

In den erwähnten Zahlen nicht berücksichtigt sind die E-Rechnungen, die im Gesundheitswesen über spezialisierte Dienstleister abgewickelt werden und organisatorische Lösungen in Konzernen. «Berücksichtigt man, dass diese 12 Millionen E-Rechnungen nur etwa 2,5 Prozent aller in der Schweiz zwischen Unternehmen und Organisationen ausgetauschten Rechnungen ausmachen, offenbart sich für die Schweizer Wirtschaft und Verwaltung ein enormes Sparpotenzial», wie Christian Tanner, Dozent und Berater für E-Business und Projektmanagement im Kompetenzschwerpunkt E-Business des Instituts für Wirtschaftsinformatik der Fachhochschule Nordwestschweiz, gegenüber Computerworld.ch sagte. 

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