Die 10 CIO-Prioritäten für 2014

Der CIO muss sich 2014 um den Mehrwert der IT für das Unternehmen kümmern. Das ist seine persönliche Aufgabe und Herausforderung, meint Luis Praxmarer von der Experton Group.

» Von Luis Praxmarer *, 13.01.2014 14:07.

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* Luis Praxmarer ist Global Research Director bei der Experton Group

Es geht in erster Linie um den Wertbeitrag der IT-Organisation durch den Einsatz von IC-Technologie. Aber die Technologie und auch der Betrieb werden zu einem Werkzeug - sie sind kein Selbstzweck. Es reicht auch nicht mehr aus, die Anforderungen der Geschäftsbereiche fleissig und gewissenhaft abzuarbeiten.

Technologie ist der wichtigste Faktor für den Erfolg - vor allem auch nachhaltigen Erfolg des Unternehmens, so sehen es zumindest die Unternehmenschefs. Von den CEOs sind wiederum 98 Prozent der Meinung, dass es gravierende Geschäftsmodellveränderungen geben wird und diese Veränderungen werden durch IT nicht nur ermöglicht, sondern oft ausgelöst. Hier gilt es den Dialog mit den Geschäftsbereichen zu intensivieren, insbesondere den proaktiven Dialog.

1. Aufbau von Innovationsteams

In fast allen Unternehmen steht das Thema Innovation ganz oben auf der Agenda. Die IT muss funktionsübergreifende Teams aufbauen, um alle Innovationsbereiche aktiv angehen zu können: also Innovationen bei Produkten, Prozessen und Geschäftsmodellen. Fast 75 Prozent der Verantwortlichen auf der Geschäftsseite sehen die IT nicht als Innovationsführer, und noch mehr sprechen den IT-Experten die dafür erforderlichen Qualifikationen ab.

Die Technologietrends wie "Digitalisierung", Mobilität, Cloud und Social Business eröffnen viele neue Möglichkeiten für Unternehmen, sich durch Innovationen zu differenzieren. Allerdings funktioniert das nicht sehr gut, wenn IT auf die Anforderungen der Lines of Business (LOBs) beziehungsweise Geschäftsbereiche wartet.

Dabei sind Initiative und Mut gefordert sowie eine Kommunikation in beide Richtungen mit einer intensiven Zusammenarbeit aufzubauen. Nicht nur Business-IT-Alignment ist gefragt, sondern Innovation und Integration. Alignment ist ein Verhalten, das in natürlichen Schwärmen auftritt. Ein Individuum, das dieses Verhalten zeigt, passt seine Bewegungsrichtung der Bewegungsrichtung seiner Nachbarn an. Es gilt auszubrechen aus dem üblichen Denkmuster, allerdings muss die IT dazu schon die Anerkennung im Unternehmen als Geschäftspartner aufgebaut haben.

2. Business Prozess Know-how, Self-Service, TCE

  • Entwicklung von Geschäftsprozesswissen: Zunächst einmal müssen die vorhandenen Anwendungen agiler gemacht werden und dazu braucht die IT ein besseres Verständnis der Geschäftsprozesse. Angesichts der neuen Möglichkeiten durch SaaS und Web Services muss die IT zweitens proaktiver bei der Umgestaltung der Geschäftsprozesse mitarbeiten und anhand dieses Wissens wiederum Prozessinnovationen vorantreiben.
  • Geschäftsprozess-Masterplan, Self-Service, Total Customer Experience (TCE): Die Geschäftsseite ist für die Prozesse zuständig, doch die IT muss das nötige Prozesswissen aufbauen, um diese Prozesse entsprechend unterstützen und integrieren zu können. Viele der neuen Möglichkeiten der Automatisierung und der Verbesserung der horizontalen Prozesse, beispielsweise Self-Service Angebote, setzen ein umfassendes Verständnis und die Umgestaltung durch die IT-Organisation voraus.
  • Die Total Customer Experience als letztendliches und oberstes Ziel muss gemessen werden, da die TCE-Qualität in vielen Unternehmen heute oft nicht bekannt ist und damit auch die Qualität der gesamten Customer Supply Chain nicht entsprechend gemanagt und verbessert werden kann.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: BI, Big Data, Enterprise Performance Management

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