Cloud trägt Schweizer CIOs über Budget-Abgrund

Dank der Cloud kommen Schweizer CIOs in 2012 mit tieferen IT-Budgets zurecht. Allerdings steht hierzulande auch der Betrieb sehr im Vordergrund, jenseits der Grenzen ist das anders.

  

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» Von Mark Schröder , 02.02.2012 08:10.

IT-Abteilungen von Schweizer Unternehmen sind offenbar fortschrittlicher bei der Cloud-Adaptation als die Bereiche in Deutschland und Österreich. Hierzulande werden mehr Services aus der Cloud bezogen als in den Nachbarländern. Wie nicht anders zu erwarten war, setzen die Schweizer in erster Linie auf ihre eigenen Ressourcen und vertrauen Public-Cloud-Anbietern nur wenig an. Das sind Ergebnisse einer Studie von Capgemini. Das Beratungsunternehmen hatte im Oktober 2011 die IT-Verantwortlichen von 34 Schweizer Grosskonzernen befragt. In Deutschland und Österreich führte Capgemini zusätzlich 122 Interviews.

Die Beratungsspezialisten erklären die hohe Verbreitung von Private Clouds hierzulande mit dem grossen Kosten- und Effizienzdruck, der auf IT-Abteilungen lastet. Der Ländervergleich hatte weiterhin ergeben, dass sich Schweizer CIOs mehrheitlich mit tieferen IT-Budgets begnügen müssen. Zwei Drittel (68 Prozent) können über gleich viel Geld entscheiden oder müssen sogar mit Kürzungen leben. Im Umkehrschluss rechnet nur jeder Dritte (32 Prozent) damit, im laufenden Jahr über mehr Budget verfügen zu können als in 2011. Deutsche (40 Prozent) und österreichische CIOs (36 Prozent) blicken optimistischer in die Zukunft.

Betrieb versus Geschäftsförderung

Die stabilen bis sinkenden IT-Gelder investieren hiesige CIOs in erster Linie in den Betrieb. Für wiederum zwei Drittel (66 Prozent) ist das Bereitstellen von stabilen IT-Services die wichtigste Anforderung an die Informatik im laufenden Jahr. Zum Vergleich: In Deutschland sind nur 36 Prozent, in Österreich nur 34 Prozent mit Infrastrukturanforderungen konfrontiert. Im Norden wie im Osten steht die Effizienzsteigerung bei 54 respektive 63 Prozent der CIOs ganz oben auf der To-Do-Liste.

Immerhin: Die Effizienzsteigerung rangiert hierzulande auf dem zweiten Platz mit 56 Prozent. Danach folgen Kostensenkung (53 Prozent), die Unterstützung des Unternehmenswandels (44 Prozent) und unter ferner Liefen die Geschäftsprozessoptimierung (22 Prozent).

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