Cloud-Computing: Schweizer KMUs sind skeptisch
Eine Dell- und Intel-Studie zeigt die Realität: Virtualisierung und Cloud sind bei kleineren Unternehmen unbeliebt. Und das wird wohl so bleiben.
Dell-Chef Michael Dell hatte schon vor zwei Jahren die «virtuelle Ära» proklamiert. Doch gerade kleinere Unternehmen spielen nicht mit.» Von , 10.04.2012 11:11.
Teile dieses Artikels sind ursprünglich in unserer Schwesterpublikation cio.de erschienen.
Selten ist eine Befragung von Herstellerseite so nüchtern und realistisch ausgefallen. Gleichsam en passant hat Dell ohne grosses Tamtam darauf hingewiesen, dass kleinere deutsche und europäische Unternehmen in ihrer Mehrheit recht zurückhaltend sind, was den Einsatz so moderner und allseits angepriesener Technologien wie Virtualisierung und Cloud angeht.
Eigentlich hatte Dell schon vor zwei Jahren die «Virtual Era» ausgerufen. Der Tenor dieser Trend- und Produktankündigungen war klar: Die Kunden wollen Virtualisierung und sie wollen Cloud (zumindest die «private» Variante). Die Hersteller hätten die ehrenvolle Aufgabe, diesen Anforderungen der Unternehmen draussen in der Welt entgegenzukommen. Auch die Analysten haben zum grossen Teil in das gleiche Horn geblasen. Realistische Einschätzungen waren äusserst selten.
Jedes dritte Kleinunternehmen befasst sich nicht mit Cloud Computing
Wie nun eine Studie des Marktforschungsunternehmens Vanson Bourne im Auftrag von Dell und Intel beweist, sieht die Realität zumindest bei den kleineren Unternehmen doch etwas anders aus. In den Worten der Dell-Presseagentur: «Von den Möglichkeiten des Cloud Computing machen bereits 17 Prozent der Befragten Gebrauch, mehr als ein Drittel hat sich aber noch gar nicht mit Cloud Computing beschäftigt.» Und Virtualisierung in der einen oder anderen Form kommt auf einen Anteil von gerade einmal 41 Prozent.

Die IT-Budgets vieler kleiner Unternehmen fallen eher bescheiden aus. Das bremst den Einsatz von Virtualisierung und Cloud.
Dell verdient insofern ein Lob, weil man die Vanson-Bourne-Studie an die Öffentlichkeit gebracht hat. Das Potenzial für zukünftige Investititonen bei den kleineren Unternehmen ist natürlich riesig. Allerdings sind ihre finanziellen Reserven für IT-Ausgaben nicht gerade üppig (siehe Übersicht am Ende dieses Artikels).
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