CIOs auf dem absteigenden Ast

  

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» Von pte/Gunnar Sohn, 27.05.2011 11:21.

So können allerdings keine Innovationen oder neue Geschäftsmodelle auf Basis der IT entstehen. Hier erweise sich in der Regel die IT nicht als Antreiber oder Enabler, sondern die Fachabteilungen. «Sie geben den Ton an, was als nächstes an Geschäftsmodellen im Markt angeboten wird. Wenn der CIO nicht mit am Vorstandstisch sitzt, ist das auch nicht verwunderlich», erklärt Nadolski im Interview mit Service Insiders. Er werde nur mit den fertigen Entscheidungen konfrontiert und müsse sie umsetzen. 

Die Schuld der IT-Anbieter 

Die Anbieter von Informationstechnologie seien an dieser Entwicklung nicht ganz unschuldig, so der Fachmann. Es gehe selten um die Kernthemen der Anwender, sondern fast nur um so genannte Prozessoptimierung, Kosteneffizienz und Einsparpotenziale. «Die IT-Branche versucht, ihre eigenen Business-Mmodelle durchzusetzen und ist sehr selbstverliebt, wenn dem CIO im Anwenderunternehmen souffliert wird, was interessant und wichtig ist», kritisiert Nadolski. 

Als Beispiel führt er den inflationär von der IT-Industrie verwendeten Begriff Unified Communications an. Dieser werde als das glückseligmachende Medium der Zukunft angepriesen. Viele CIOs seien auf diesen Zug aufgesprungen und propagieren das im eigenen Unternehmen, ohne aber den Tauglichkeitstest gemacht zu haben. Die IT-Anbieter sind also an der Degradierung der CIOs nicht ganz unschuldig. IT-Chefs sollten vielleicht weniger auf diese Einflüsterungen hören, empfiehlt der Harvey Nash-Chef. (Quelle: Pressetext.com)

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