4 neue Rollen für den CIO

Firmen-Netzwerke werden zur Gewinnressource, so Ovum - was laut den Analysten für den CIO neue Aufgaben bedeutet. Ohnehin habe der IT-Chef den schwersten Job.

CIOs müssen immer mehr Rollen im Unternehmen einnehmen.

» Von Werner Kurzlechner, 27.04.2012 09:53.

Dieser Artikel ist ursprünglich in unserer Schwesterpublikation cio.de erschienen.

Wenn man schwer gefordert und vielleicht für einen Moment sogar einen Tick überfordert ist, hört man ganz gerne, dass man aber auch wirklich eine schwere Aufgabe zu erfüllen habe. IT-Chefs bekommen diese Art der Bestätigung aktuell von David Molony, Analyst bei Ovum. «In heutigen Unternehmen hat der CIO den schwersten Job», sagt Molony. «Nie war der Druck grösser, aus weniger mehr zu machen – sowohl von Seiten der Vorgesetzten als auch von den End-Usern.» Die Spitze des Eisbergs sei allerdings noch längst nicht erreicht. «Die technologische Entwicklung wird den Druck auf die immer mehr belasteten CIOs nur noch weiter verstärken.»

Das klingt zwar nicht unbedingt nach einem prickelnden Mutmacher. Und doch wohnt wieder einmal einer schwierigen Konstellation eine Chance inne, gestärkt aus ihr herauszugehen. Molony führt dies in einer aktuellen Ovum-Studie aus, die sich mit dem Phänomen intelligenter Netzwerke auseinandersetzt. Sie stellen nach Einschätzung des Analysten die Basis dar, auf der sich vier neue Rollen für den IT-Chef ergeben. Ovum ergänzt die Studie zudem um fünf Empfehlungen, wie den gravierenden Veränderungen begegnet werden sollte.

Anwender immer anspruchsvoller 

Die technologische Entwicklung könne also auch heilsam für CIOs sein, so Molony weiter: «Ein gut gemanagtes Netzwerk kann ihnen dabei helfen, immer anspruchsvolle User zufriedenzustellen und die in der Chefetage gesteckten Business-Ziele zu erreichen.» Die zentrale Herausforderung bestehe darin, das Bombardement aufs Netzwerk produktiv zu überstehen. 

Zum einen gibt es – dank Smartphones, Tablets und anderen Mobile Devices – immer mehr Geräte, die aufs Netzwerk zugreifen. Konzepte wie Bring Your Own Device (BYOD), die das Einbringen privater Endgeräte am Arbeitsplatz fördern, forcieren diese Entwicklung. Zum anderen greifen die Mitarbeiter Daten aus einer wachsenden Zahl von Quellen ab – angeschoben selbstverständlich durch die unüberschaubar gewordenen Möglichkeiten im Internet und verbunden mit einem signifikanten Macht- und Mitsprachezuwachs auf Seiten der Mitarbeiter.

Auf die Unternehmens-IT hat das nach Ansicht Molonys zweierlei Folgen. Die Basisaufgabe des CIOS sei es, allen qualifizierten Mitarbeitern und Kunden überall und zu jeder Zeit Zugang zu den IT-Ressourcen zu ermöglichen und dabei den Gebrauch privater Endgeräte zu sichern, zu analysieren und priorisieren. «Mit weiter steigendem User-Demand kommt eine neue Kostendruck-Welle auf die Firmen zu, die neue Optionen fürs Budget-Management notwendig macht», kommentiert der Analyst.

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