Fünf Gründe für und gegen die Apple Watch

» Von Jens Stark , 05.06.2015 09:47.

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Deshalb sollte man warten

1. Weil es sich um eine erste Generation handelt. Techies wissen es: Ein Produkt der ersten Generation ist voller Bugs und Fehler. Diese frühen Probleme werden in der Regel mit den ersten Software- und Hardware-Updates behoben (ok: manchmal kommen neue Probleme hinzu…). Trotzdem: Warten lohnt sich, zumindest bis das Konzept ausgereift ist. Denn sonst läuft man Gefahr, nochmals gegen 500 Franken in den Apple-Laden zu tragen, und dies nur, um endlich ein Produkt zu erhalten, bei dem die schlimmsten Bugs ausgemerzt sind.

2. Weil die Uhr zu sehr am iPhone hängt. Wie bei allen Smartwatches, muss auch die Apple Watch mit einem Smartphone gepaart werden, um wirklich funktional zu sein. Bei der Apple Watch ist diese Bande besonders ausgeprägt – und kann problematisch sein. Ersten Testern zufolge kann die Uhr recht langsam sein, wenn es gilt, Informationen aus dem iPhone zu beziehen.

3. Weil sie mit der Zeitanzeige Mühe bekundet. Ein Chronometer soll dem Nutzer die aktuelle Uhrzeit kundtun, und zwar auch dann, wenn er nur seinen Blick auf den Zeitmesser fallen lässt oder diesen gar mal eben nur aus dem Augenwinkel betrachtet. Hierfür taugt die Apple Watch offensichlich nicht wirklich. So kann die Zeit in vielen Fällen nicht abgelesen werden. Denn der Bildschirm ist aus Batteriespargründen oft schwarz. Das erinnert schwer an die ersten LED-Digitaluhren in den 1970er Jahren, bei denen man auch erst aufs Knöpfchen drücken musste, um die rot oder grün flimmernde Zeitanzeige zu sehen. Ersten Testberichten zufolge wird bei der Apple Watch der Bildschirm zudem nicht immer sofort aktiviert, wenn der Träger die typische Auf-die-Armbanduhr-schau-Bewegung macht. Wenn man also ein traditioneller Uhrenträger ist, dann ist die Apple Watch wohl nichts.

4. Weil sie schlicht (zu) teuer ist. Selbst für Apple-Fans könnte der Preis ein Hinderungsgrund sein, sich die Smartwatch aus Kalifornien zuzutun. Schliesslich muss man mindestens 450 Franken auf den Ladentisch legen. Das ist mehr, als manche bei Vertragsverlängerung des Mobilfunkanbieters für ein iPhone ausgeben.

5. Weil es noch kaum Accessoirs gibt. Zugegeben, dies ist definitiv ein Luxusproblem mit der Apple Watch. Aber in den ersten Monaten wird es schwer sein, passende Accessoirs für die Uhr der Macbauer zu erwerben. Da das Extra-Armband schon alleine rund 250 Dollar kostet, dürften Drittfirmen bald in die Bresche springen und günstigere Angebote unterbreiten.

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KOMMENTARE

Ludwig Knollenscheisser: 01-12-15 17:22

Seit 26. Juni ist die Apple Watch im Verkauf. Die Schweiz ist mit 50% Marktanteil von iPhones ein Apple Land.
Offenbar sind Millionen solche Uhren verkauft worden.
Aber ich habe noch NIE wirklich noch NIE jemanden mit so einem Ding gesehen.
Wo sind die alle???

Armin Heinzmann: 05-06-15 14:46

Als Fitness-Tracker taugt die Uhr gar nichts und darum ist es 6 zu 4 gegen die Apple Watch. Es gibt seit Jahren Android Watches, die haben genau all die Funktionen, die man eigentlich von einer mobile Watch erwartet und die die Apple Watch nicht hat: Wifi, 3G, autonom (bzw. im Notfall) telefonieren, GPS, Kamera, usw.
Dazu hat sie kläglicherweise nicht mal den Namen iWatch, da andere diesen Namen gesichert und darunter eine viel bessere mobile Watch veröffentlicht haben.

stephan wick: 05-06-15 14:33

Der wichtigste Grund gegen eine SmartWatch: Die Uhr kann nichts, das nicht mein SmartPhone auch schon und meistens noch besser kann. Und das Smartphone habe ich sowieso immer dabei.

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