Erfolgsrezepte für Onlineshops

» Von Susann Klossek , 30.11.2016 15:00.

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«Noch vor fünf Jahren war die vorherrschende Meinung, dass der Schweizer Markt für ausländische Player nicht interessant sei», sagt Benoit Henry, zum Zeitpunkt des Gesprächs CEO von DeinDeal (Henry hat das Unternehmen mittlerweile verlassen). Dann sei Zalando in die Schweiz gekommen und habe allen das Gegenteil bewiesen. Seither würden grosse ausländische Unternehmen wie die französische Shopping Community Vente-privee, das amerikanische Touristikportal TripAdvisor oder das britische Beauty-Portal Treatwell immer aggressiver in den Schweizer Markt drängen. «Diese veränderte Konkurrenzsituation stellt uns selbstverständlich vor neue Herausforderungen», so Henry.

Eine Möglichkeit, diese zu meistern, ist es, seine Kräfte zu bündeln. Durch die seit Juni 2016 offizielle Fusion von DeinDeal und MyStore will Besitzer Ringier Synergien nutzen. Um besser und innovativer zu sein als die Konkurrenz, müsse man sich auch als Marketingservice für Lieferanten und Dienstleistungspartner stetig weiterentwickeln. Henrys Ziel: Sich klar als der Schweizer Flash-Sales-Anbieter zu positionieren und die erste Adresse für «Smart Shopper» zu werden. Im Gegensatz zu den Schnäppchenjägern früherer Zeiten, sucht diese Zielgruppe gezielt nach den besten tagesaktuellen (Flash-)Angeboten für hochwertige Markenartikel.

«Die grösste Herausforderung sind die hohen Investitionen der grossen, weltweit global tätigen E-Commerce-Händler in technische Innovationen», sagt Daniel Augustin, Leiter E-Commerce & Digitales Lesen von Orell Füssli Thalia. Dementsprechend legen sie eine sehr hohe Entwicklungsgeschwindigkeit vor. Zusätzlich konzentriere sich der Markt immer mehr auf einige wenige internationale Anbieter. Ein Trend, den viele Schweizer Onlinehändler beobachten.

Wie das Unternehmen darauf reagiert? Aktuell werden laut Augustin die Omnichannel-Services, inklusive Beratungskompetenz, intensiv ausgebaut. Stationäre Filialen werden mit Webshop und mobilen Lösungen verbunden, was verschiedene Mischformen von Kaufprozessen ermöglichen und den veränderten Kaufgewohnheiten der Kunden entsprechen soll. «Auch online geniessen Beratungsleistungen hohe Priorität», so Augustin.

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