Sharp unter Druck

Wegen schlechter Umsatzzahlen entlässt Sharp tausende Mitarbeiter. Trotzdem fällt die Aktie immer weiter, nun steht die Zukunft des Elektronikkonzerns auf dem Spiel.

Für Sharp geht es an der Börse bergab - und auch sonst läuft gerade einiges schief bei den Japanern.Für Sharp geht es an der Börse bergab - und auch sonst läuft gerade einiges schief bei den Japanern.

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» Von Fabian Vogt , 06.08.2012 19:12.

138,4 Milliarden Yen Verlust, rund 1,7 Milliarden Franken, musste Sharp letzte Woche für das abgelaufene Quartal vermelden. Besonders das LCD-Geschäft läuft momentan nicht nach Wunsch: Die weltweite Nachfrage ist abgesackt, die ganze Branche leidet an Überkapazitäten und zusätzlich macht der starke Yen zu schaffen. Als Folge streichen die Japaner 5000 Stellen, damit ist fast jeder zehnte Arbeitsplatz beim Elektronikkonzern betroffen. 

Genützt hat diese Ankündigung kurzfristig nicht viel, die Aktie stürzte am Freitag um rund 28 Prozent auf 192 Yen ab und verlor heute weitere 5,1 Prozent. Der Wert des Sharp-Papiers beträgt nun noch 181 Yen (2,23 Franken), das ruft die Investoren auf den Plan. Foxconn wollte im März bei Sharp einsteigen und 550 Yen pro Aktie bezahlen, das hätte den Japanern für einen neuen 9,9-Prozent-Anteil rund 822 Millionen Franken eingebracht. Jetzt aber ist Foxconn scheinbar nicht mehr bereit, so viel zu bezahlen und will den Kurs neu verhandeln. Und Sharp, danach sieht es momentan aus, kann dem Apple-Auftragshersteller dabei nicht gerade aus einer Position der Stärke gegenübertreten.

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