Quartalsbericht: SAP bessert sich

Im ersten Quartal 2010 glänzt der ERP-Weltmarktführer mit zweistelligen Wachstumsraten. Stark haben die Erlöse aus Software- und softwarebezogenen Dienstleistungen zugelegt. Die überwiegende Mehrheit der Kunden setzte mittlerweile auf Enterprise Support, so SAP.

» Von Michael Kurzidim, 28.04.2010 15:50.

Zunächst die wichtigsten Zahlen im Schnelldurchlauf: Die Erlöse aus Software- und softwarebezogenen Dienstleistungen (IFRS) stiegen um 12 Prozent auf 1,95 Milliarden Euro (2009: 1,74 Milliarden Euro). Die Softwareerlöse (IFRS) legten um 11 Prozent auf 464 Millionen Euro zu. Der Gewinn nach Steuern (IFRS) wuchs um 97 Prozent auf 387 Millionen (2009: 196 Millionen Euro). Abfindungszahlungen und Kosten für nicht genutzte gemietete Büroflächen haben das Ergebnis je Aktie (IFRS und Non-IFRS) um 0,02 Euro gedrückt, vermerkt der Quartalsbericht (weitere Infos siehe Grafik).

Damit scheinen die Walldorfer die Krise überwunden zu haben und aus dem Gröbsten heraus zu sein. In der Region EMEA seien insbesondere Grossbritannien, Spanien und Frankreich Länder mit starken Umsätzen gewesen, sagte CEO Bill McDermott. Der KMU-Markt in Nord- und Südamerika sei stärker geworden. Eine überwältigende Anzahl von Kunden (overwhelming number) setze ausserdem auf den in der Vergangenheit lange umstrittenen Enterprise Support, betonte McDermott, ohne allerdings konkrete Prozentzahlen zu nennen.

SAPs Kernaktivitäten

Das gute Ergebnis hält SAP auch seiner Innovationsbereitschaft und seiner Produktstrategie zugute. Co-CEO Jim Hagemann Snabe benennt drei innovative Kernaktivitäten: (1) Die Führerschaft auf dem Markt der On-premise-Lösungen, die Walldorf unter anderem mit seiner Business Suite 7 hält, zusammen mit Business Analytics (Business Objects) (2) das On-demand-Geschäft, das SAP mit Business ByDesign anpeilt und (3) Zugriff für mobile Devices.

Die On-demand-Suite Business ByDesign werde Mitte dieses Jahres auf den Markt kommen, bekräftigte Hagemann Snabe noch einmal vor den Mikrofonen. "Wir haben die Geschwindigkeit von Innovationen verbessert", ergänzte er. Marktbeobachter, die sich nur allzu deutlich an das seit Jahren andauernde Ankündigungsdebakel mit Business ByDesign erinnern, werden skeptisch die Stirn in Falten legen. Ausserdem bekannte sich der Co-CEO, der im SAP-Führungsduo den technischen Part übernimmt, explizit zur In-Memory-Technik, die bereits im BI-Werkzeug BusinesObjects Explorer zum Einsatz kommt.

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