Microsoft-Zahlen nur auf ersten Blick gut

Der Umbruch in der Computerwelt trifft nun auch Microsoft mit voller Wucht. Die PC-Verkäufe sinken, und damit schwächelt der Absatz des bisherigen Geldbringers, des Betriebssystems Windows.

» Von AWP, 19.07.2013 11:07.

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Der Umbruch in der Computerwelt trifft nun auch Microsoft mit voller Wucht. Die PC-Verkäufe sinken, und damit schwächelt der Absatz des bisherigen Geldbringers, des Betriebssystems Windows. Bei den boomenden Smartphones und Tablets hat Microsoft wiederum einen schweren Stand gegenüber Apple mit iPhone und iPad sowie den zahlreichen Android-Geräten wie Samsungs Galaxy-Baureihe.

Microsoft legte in der Folge am Donnerstag Geschäftszahlen vor, die hinter den Erwartungen der Analysten zurückblieben. Nachbörslich fiel die Aktie um mehr als 6 Prozent.

Die Marktforschungsfirmen Gartner und IDC hatten ausgerechnet, dass die Auslieferungen von PCs im vergangenen Quartal um etwa 11 Prozent gefallen waren. Damit schrumpfte der Markt fünf Quartale in Folge - die längste Schwächeperiode bisher.

Flaute auf dem Computermarkt

Während PC-Hersteller schon seit längerem klagen, hatte Microsoft die Probleme auf dem Computermarkt bislang ohne grössere Blessuren überstanden. Die neue Finanzchefin Amy Hood räumte nun aber ein, dass Microsoft von den schrumpfenden PC-Verkäufen getroffen worden sei. Doch gebe es gleichzeitig eine «weiterhin starke Nachfrage nach Angeboten für Firmenkunden und die Cloud», führte sie aus.

Dadurch konnte Microsoft in seinem vierten Geschäftsquartal (April bis Juni) seinen Umsatz noch um 10 Prozent auf 19,9 Milliarden Dollar steigern. Unterm Strich stand ein Gewinn von annähernd 5 Milliarden Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte Microsoft wegen einer hohen Abschreibung auf die zugekaufte Online-Werbefirma Aquantive einen Verlust von rund einer halben Milliarde Dollar ausgewiesen.

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