Orange gewinnt - und trickst

Orange hat eine positive Jahresbilanz ausgewiesen. Um aber gegenüber der Konkurrenz aufzuholen, wurde die Kundenzahl «bereinigt».

» Von AWP, 02.04.2013 10:12.

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Nach dem Rückgang im Vorjahr hat Orange 2012 trotz des Rummels um den Wechsel des Besitzers und des Chefs deutlich zugelegt. Der drittgrösste Mobilfunkanbieter steigerte den Umsatz um 5,8 Prozent auf 1,322 Milliarden Franken.

Der bereinigte Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) kletterte um 6,7 Prozent auf 365,3 Millionen Franken, schreibt das Unternehmen.

Nicht eingerechnet sind dabei Restrukturierungs- und Transaktionskosten im Zusammenhang mit dem Verkauf an Apax sowie Kosten für die Benutzung der Marke Orange und der Gewinn aus dem Immobilienverkauf in Biel. Mit diesen Effekten stieg der EBITDA um 9,6 Prozent auf 340,1 Millionen Franken.

Damit hat der Mobilfunkanbieter auch während der Trennung von France Télécom den Schwung im Tagesgeschäft beibehalten. Ende Februar hatte der französische Telekomgigant Orange Schweiz nach der verbotenen Hochzeit mit Konkurrentin Sunrise für rund 2 Milliarden Franken an die britische Beteiligungsgesellschaft Apax verkauft.

Stärker zugelegt als Konkurrenz

«Wir sind ziemlich zufrieden mit diesen Resultaten», sagte Orange-Chef Johan Andsjö in einer Telefonkonferenz. Damit habe sich Orange Schweiz besser geschlagen als die Konkurrenten.

Zum Vergleich: Sunrise konnte den Umsatz lediglich dank einer Übernahme um 4,2 Prozent auf 2,07 Mrd. Fr. steigern. Ohne den Zukauf wäre Sunrise lediglich um 0,9 Prozent gewachsen. Der EBITDA verbesserte sich um 3,9 Prozent auf 631,1 Millionen Franken.

Marktführer Swisscom konnte den Umsatz im Schweizer Geschäft mit 9,268 Milliarden Franken stabil halten, während der EBITDA um 2,1 Prozent auf 3,768 Milliarden Franken sank.

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