Halbleiterhersteller veröffentlichen Zahlen

Qualcomm, Infineon und STMicro haben ihre Quartalszahlen veröffentlicht.

» Von AWP, 31.01.2013 14:30.

Der Chip-Spezialist Qualcomm blickt auf das laufende Quartal überraschend optimistisch: Der Gewinn je Aktie dürfte im zweiten Jahresviertel bei 0,98 bis 1,06 US-Dollar je Aktie liegen, teilte der weltgrösste Verkäufer von Halbleitern für Mobiltelefone am Mittwoch mit. Analysten hatten bisher nur mit 0,94 Dollar gerechnet.Im ersten Quartal hatte das Unternehmen den Gewinn unter dem Strich um mehr als ein Drittel zum entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 1,91 Milliarden Dollar gesteigert. Der Umsatz legte fast genauso kräftig auf 6,02 Milliarden Dollar zu.

Zudem hat das Unternehmen den Finanzchef des Halbleiter-Zulieferers Applied Materials abgeworben. George Davis werde William Keitel als Chief Financial Officer zum 11. März ersetzen, teilte Qualcomm nach der Zahlenvorlage mit.

Infineon mit harzigem Beginn

Der Halbleiterhersteller Infineon Technologies hat einen schwachen Start in sein neues Geschäftsjahr erwischt. Der Dax-Konzern verbuchte zwischen Oktober und Dezember einen unerwartet starken Umsatzrückgang und Gewinneinbruch. Für das seit Januar laufende zweite Quartal ist der neue Konzernchef Reinhard Ploss allerdings deutlich zuversichtlicher. «Solange die Weltwirtschaft keinen Dämpfer bekommt, sollte es wie erwartet weiter aufwärtsgehen», sagte der Manager.

Doch zunächst ging es abwärts - vor allem beim Gewinn. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen nur noch 23 Millionen Franken, 86 Prozent weniger als im Quartal zuvor. Das wichtige Segmentergebnis, das die betriebliche Entwicklung widerspiegeln soll, brach um 62 Prozent auf 54,6 Millionen Franken ein. Die Erlöse sanken von 1,2 Milliarden auf 1,05 Milliarden Franken.

STMicro braucht 500 Millionen

Europas grösster Halbleiterhersteller STMicroelectronics braucht wegen der Branchenkrise und der geplanten Abspaltung einer defizitären Tochter dringend Geld. Für den anstehenden Umbau des Konzerns müssten möglicherweise bis zu 500 Millionen Dollar an Kapital aufgenommen werden, wie das Unternehmen am späten Mittwochabend in Genf mitteilte. Das Geschäft läuft weiter mau. Der Umsatz ging weiter leicht zurück und unter dem Strich stand wegen des Gemeinschaftsunternehmens mit dem schwedischen Mobilfunkausrüster Ericsson ein dickes Minus.

STMicro hatte im Dezember angekündigt, bei ST-Ericsson aussteigen zu wollen. Dies soll bis Ende des dritten Quartals über die Bühne gegangen sein. Das im Februar 2009 gegründete Joint Venture für Mobilfunkchips belastet STMicro bereits seit geraumer Zeit. Der Chiphersteller kämpft darüber hinaus wie die Konkurrenz mit einer geringen Nachfrage. Zumindest hier sieht STMicro-Chef Carlo Bozotti einen Hoffnungsschimmer. Er rechnet damit, dass die Nachfrage im Jahresverlauf weiter anziehen wird.

Im ersten Quartal dürfte das allerdings noch nicht der Fall sein. Hier geht Bozotti vor allem wegen der Probleme bei ST-Ericsson von einem weiteren Umsatzrückgang von bis zu 10,5 Prozent aus. Im vierten Quartal ging der Erlös um 1,3 Prozent auf 2,16 Milliarden Dollar zurück. Unter dem Strich stand ein Minus von 428 Millionen Dollar nach eine Minus von elf Millionen Dollar im Jahr davor.

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