Alcatel-Lucent geht das Geld aus

Verluste und ein Konzernumbau sorgen für leere Kassen bei Alcatel-Lucent. Jetzt braucht es eine neue Strategie.

» Von AWP, 26.04.2013 10:15.

Beim angeschlagenen Netzwerkausrüster Alcatel-Lucent wird langsam das Geld knapp. Nach einem erneut tiefroten Quartal steht für den seit April amtierenden Chef Michael Chombes neben dem laufenden Konzernumbau die leere Kasse im Fokus. Er kündigte am Freitag in Paris an, im Sommer die neue Strategie des von einer Krise in die nächste schlitternden Unternehmens vorstellen zu wollen.

Zum Jahresauftakt habe der Verlust 435 Millionen Franken betragen. Im Jahr zuvor hatte der Konzern einen Gewinn erzielt - dieser war allerdings nur auf den Verkauf einer Sparte zurückzuführen. Der Verlust war von Experten erwartet worden.

Umsatz verbessert

Etwas besser als von Analysten prognostiziert schnitt Alcatel-Lucent beim Umsatz ab. Dieser legte im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 4 Milliarden Franken zu. Der operative Verlust ging um 30 Prozent auf 249 Millionen Franken zurück. «Operativ spiegelt sich im ersten Quartal der zuletzt ermutigende Trend im Markt sowie die ersten Erfolge des Konzernumbau wider», sagte Chombes.

Doch der Stellenabbau kostet Geld und drückt auf die eh schon leeren Kassen. Die Lage verschärfte sich nun. In den ersten drei Monaten floss knapp eine halbe Milliarde aus dem Konzern, so dass Alcatel-Lucent Ende März mit 441 Millionen Franken verschuldet war. Vor einem Jahr hatten die Franzosen noch ein Vermögen von knapp 986 Millionen Franken.

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