Top 500: Die Tops & Flops der Schweizer ICT-Branche

» Von Jens Stark , 17.09.2012 10:04.

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Tanz mit den Grossen

Krise? Was ist das? Dies dürfte sich auch Apple dieser Tage fragen. Das Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino hat seinen Siegeszug in der Schweiz fortgesetzt und ist erneut um über 50 Prozent gewachsen. Das Ergebnis dieses ungestümen Vorwärtsdrangs: Die Firma hat zu den beiden IT-Riesen IBM und HP aufgeschlossen. Mehr noch: Apple hat den einen der beiden Schwergewichte, nämlich den Blauen Riesen, sogar überholt. Und das nicht einmal allzu knapp: Die Kalifornier haben einen Vorsprung von 100 Millionen Franken auf IBM vorgelegt.

Ob Apple dieses Wachstum allerdings beibehalten kann? Hier muss unweigerlich ein Fragezeichen stehen. Denn ein weiteres Gerät, das alle Welt haben zu müssen glaubt, ist derzeit nicht in Sicht – und auch der Smartphone-Markt wird irgendwann einmal erste Sättigungserscheinungen aufweisen.

Nicht ganz so ungestüm wie Apple, aber immer noch ganz ordentlich, schüttelt derweil Google das IT-Establishment durch. Der Suchmaschinenkrösus hat sich in einer Klasse mit IT-Grössen wie Oracle und SAP angesiedelt. Sollte Google den derzeitigen Schwung beibehalten können, wird das Internetunternehmen wohl auch den Software-Hünen Microsoft überholen. Gut 200 Millionen Franken Umsatz trennen die beiden noch voneinander.

Wieder gefangen hat sich dagegen Dell. Die Texaner haben 2011 den langjährigen Abwärtstrend, der sich im Fünf-Jahres-Vergleich (vgl. Grafik 3) manifestiert, umkehren können und sind wieder leicht gewachsen.

Telekomfirmen im Abwärtsstrudel

Nicht im gleichen Masse krisenresistent sind derweil Telekomdienstleister. So weist das Fernmeldemammut Swisscom 2011 mehr als 500 Millionen Franken weniger Umsatz auf als ein Jahr zuvor. Die Poleposition in der Top-500-Ausmarchung ist dem Ex-Monopolisten aber die nächsten Jahre noch sicher. Zu gross ist der Abstand auf den zweitplatzierten HP, der weniger als einen Fünftel des Swisscom-Umsatzes erwirtschaftet. Bei den Herausforderern des Ex-Monopolisten, Sunrise TDC und Orange Communications, resultieren die geringeren Erlöse dagegen in zum Teil bedeutenden Platzverlusten. So musste Sunrise das Podest verlassen und den vorjährigen zweiten Rang mit dem aus Olympiasicht undankbaren vierten Platz tauschen. Orange wiederum purzelte vom fünften auf den achten Platz und wird dort sogar vom zum Telekomunternehmen mutierten Kabelfernsehanbieter UPC Cablecom bedrängt.

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