Schweizer IT-Markt: Qualifikationen, Top-Stellen, Personalvermittler

» Von Michael Kurzidim , 17.07.2014 15:44.

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Top-Personaldienstleister

Anzahl IT-Stellen

1

ISG International Service Group

1059

2

IT Recruitment GmbH

470

3

Kidston people GmbH

148

4

Helvetica Partners Sari

135

5

Edelway AG

132

6

oprandi & partner

127

7

Art of Work Personalberatung

121

8

Hays (Schweiz) AG

115

9

yellowshark

107

10

Universal-Job AG

105

11

Adecco Human Resources AG

101

12

Randstad (Schweiz) AG

95

13

Talisman Software AG

92

14

Personal Sigma Luzern/Zug

88

15

CBA - Computer Brainware Advisor

86

In der Informatik und informatikaffinen Berufen ist Erfahrung gefordert. 57 Prozent der Stellenausschreibungen enthalten diese Bedingung, in den übrigen Berufen sind es nur 42 Prozent. Die Autoren des Arbeitsmarkt-Reports führen das darauf zurück, dass es gerade im Informatikbereich überproportional viele nicht standardisierte Aufgaben gebe, bei deren Bewältigung Erfahrung einen deutlichen Mehrwert biete. Die gilt besonders für die Software-Entwickler und IT Consultants (Erfahrung bei 60 Prozent gefordert), etwas weniger stark für IT Supporter, IT Operators und Systemadministratoren ((Erfahrung bei zwischen 40 und 50 Prozent gefordert).

 

Aber nicht nur harte IT-Skills, sondern auch die sogenannten Soft Skills sind sehr wichtig, um eine attraktive IT-Stelle zu ergattern. Im Vergleich mit den Nicht-Informatikberufen sind bei den ITlern besonders kognitive und innovative Stärke gefragt, kombiniert mit unternehmerischem Denken und sozialen Kompetenzen. Der ideale IT-Mitarbeiter zeichnet sich also durch eine sehr gute Auffassungsgabe und analytische Fähigkeiten aus (zusammengefasst als kognitive Stärke). Ausserdem sind für mehr als die Hälfte der IT-Stellen Englisch- und Deutschkenntnisse unabdingbar. Im Vergleich mit anderen Berufen nicht so wichtig - und das haben wir mit einem gewissen Amusement festgestellt - sind Verlässlichkeit,  Durchsetzungsvermögen und Effektivität.

Ganz oder gar nicht

Teilzeitstellen sind in der IT rar gesät. Bei gerade eimal 4,3 Prozent der Informatikangebote handelt es sich um Teilzeitstellen, in den anderen Berufen arbeiten 10 Prozent der Mitarbeitenden im Teilzeitpensum. Das ist wohl auch mit ein Grund für den in IT- und MINT-Berufen so oft beklagten Frauenmangel. Frauen suchen sich, trotz Begabung und Talent, einen anderen Beruf, wo sie Arbeit, Familie und Kinderbetreuung besser unter einen Hut bringen können.

Die geringe Chance, in Teilzeit arbeiten zu können, teilt der IT-Arbeitsmarkt mit anderen technischen Berufen. In Gegensatz zu Berufszweigen, in denen der Anteil der Frauen deutlich grösser ist (etwa soziale oder medizinische Tätigkeiten), wird in der IT noch fast ausschliesslich ein Vollzeit-Engagement erwartet.

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