Acer und CEO Lanci gehen getrennte Wege

Knalleffekt: Gianfranco Lanci, bisher CEO und Emea-Chef beim Computerhersteller Acer, ist per sofort von seinen Ämtern zurückgetreten. Im Zuge dessen rückt ein Schweizer Manager beim taiwanischen Konzern nach vorne.

Gianfranco Lanci ist ab sofort nicht mehr CEO von AcerGianfranco Lanci ist ab sofort nicht mehr CEO von Acer
  

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» Von Harald Schodl , 31.03.2011 14:02.

Erstaunlich offen kommuniziert Acer die Gründe für den Abgang des bisherigen Chefs: Lanci und die Mehrheit des Verwaltungsrats hätten unterschiedliche Ansichten zur künftigen Entwicklung des Unternehmens gehabt. Auch nach mehrmonatigem Dialog sei kein Konsens erzielt worden, erklärt der taiwanische Computerproduzent. Konkreter Zankapfel waren unter anderem unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich Wachstum, Positionierung der Marke und Ressourceneinteilung.

Bis Acer einen neuen CEO gefunden hat, wird Verwaltungsratspräsident J.T. Wang den Konzern ad interim leiten. «Der PC bleibt unser Kerngeschäft», betont Wang. Zusätzlich wollen die Taiwaner im Markt für mobile Endgeräte mitmischen. «Hier werden wir vorsichtig investieren und versuchen, einer der führenden Anbieter zu werden», so Wang weiter.

Schweizer wird neuer Emea-Chef

Nachdem Lanci neben seiner CEO-Funktion auch die Acer-Geschäfte in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (Emea) verantwortete, musste sich der Konzern hier ebenfalls nach einem Nachfolger umsehen. Mit dem Schweizer Walter Deppeler wurde dieser rasch gefunden. Ab sofort amtet der gebürtige Badener als Emea-Präsident bei Acer. Der 54-Jährige arbeitet bereits seit 1997 beim taiwanischen Computer-Hersteller. Bisher war Deppeler stellvertretender Chef der Emea-Region, welche der grösste Markt des Unternehmens ist.

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