Schweiz: Rückkehr zu früherer Firma schwierig

Soziale Netzwerke erleichtern die Kontaktpflege - auch zum früheren Chef. Trotzdem ist der Wiedereinstieg bei einem ehemaligen Arbeitgeber schwierig, besonders hierzulande.

  

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» Von Mark Schröder, 14.07.2010 10:22. Letztes Update, 14.07.2010 10:24.

Der Stellenmarkt bietet zurzeit gute Chancen für wechselwillige Arbeitnehmer. Fachleute werden wieder gesucht - sowohl über die offiziellen Kanäle als auch per Hörensagen. Wenn man den Ergebnissen einer Umfrage des Personaldienstleisters Robert Half unter über 3000 Personal- und Finanzmanager aus 13 Ländern glauben will, kann auch die Rückkehr zu einem früheren Arbeitgeber eine gute Wahl sein. Allerdings gehen die Meinungen in den deutschsprachigen Ländern darüber auseinander.

Etwa begrüssten es gut zwei Drittel der Schweizer Führungskräfte, wenn sie ehemalige Kollegen wieder begrüssen dürfen. In Deutschland und Österreich werden Abgänger mit offeneren Armen empfangen, denn gut drei Viertel der Manager wären erfreut, einen früheren Mitarbeiter erneut anstellen zu können.

Ähnlich zurückhaltend sind einheimische Unternehmen mit Gegenangeboten, wenn sie mit Abwanderungsgedanken eines Leistungsträgers erfahren. Nur etwas mehr als die Hälfte der Befragten ist bereit, Zugeständnisse zu machen. In Deutschland und Österreich kämpfen der Umfrage zufolge rund zwei Drittel der Fach- und Führungskräfte mit Gegenangeboten um den Fortbestand eines Arbeitsverhältnisses. Dabei stehen die Erfolgschancen gut: länderübergreifend würden knapp drei Viertel der Finanz- und Personalmanager die Kündigung eventuell zurückziehen, wenn ihnen ihr bisheriger Arbeitgeber bessere Konditionen böte.

Wechselwilligen Arbeitnehmern rät Robert-Half-Zentraleuropachef Sven Hennige zum professionellen Vorgehen bei der Kündigung - auch, um sich die Türen für eine mögliche Rückkehr offen zu halten. «Wer lediglich deshalb den Job wechselt, um neue Erfahrungen zu sammeln oder neue Herausforderungen anzunehmen, sollte dies bei der Kündigung deutlich machen», meint Hennige. Zudem könne es nützlich sein, über Soziale Netzwerke den Kontakt mit den Ex-Kollegen oder dem Chef zu halten. So erfahre der Kandidat, wie sich sein ehemaliges Unternehmen entwickelt und der Vorgesetzte kann beobachten, über welche Fähigkeiten und Kenntnisse sein früherer Mitarbeiter mittlerweile verfügt. Dann könne die Initiative für eine Rückkehr auch vom ehemaligen Chef ausgehen, gibt der Robert-Half-Manager zu bedenken.

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