Umzug aufs neue Windows 7
» Von , 08.02.2010 06:00.
Treiber und Anwendungen
Drittlösungen eignen sich für Unternehmen mit vielen Standorten und einer unbeschränkten Zahl von Desktop-Clients. Von wo aus der Migrationsprozess gestartet wird, ist dabei unerheblich: An den Standorten befinden sich lokale Depot-Server (Cache-Server), welche die Datenübertragung vornehmen - ein dezentrales System mit zentraler Steuerung. Bei der Paketierung lassen sich auch zusätzliche, funktionierende Windows-7-Treiber einbinden, notfalls auch Treiber für den XP-Modus. Die Treiber müssen zuvor im Assessment ermittelt werden. Alternativ lässt sich ein Treiber bereits während der Betriebssysteminstallation hinterlegen - für NIC-Treiber (Netzwerkkarten) zu empfehlen, damit überhaupt eine Netzwerkverbindung zustande kommt. Flexibilität geniessen Administratoren auch bezüglich der verwendeten Sprachen. Windows 7 kann ein Standard-Sprachpaket bereitstellen oder dem Anwender der mehrsprachigen Enterprise- oder Ultimate-Edition die Wahl lassen, welche Sprache er im Alltag nutzen möchte.
Die Dateien zunächst auf die lokale Festplatte zu kopieren und danach zu starten, empfiehlt sich in kleineren Umgebungen vor allem beim Betriebssystem selbst - mit ein Grund, warum dieses Paket möglichst schlank gehalten werden sollte. So lässt sich auch der Traffic gering halten, geringer als wenn alle Clients gleichzeitig auf den Depot-Server zugreifen. Für Massen-Rollouts und vor allem für Anwendungen eignet sich das Multicast-Verfahren, die sternförmige Ausbreitung im Netzwerk über alle Segmente hinweg. Hier spielen integrierte Deployment-Lösungen ihre Stärken aus: Sie managen die Bandbreite intelligent, verifizieren den Datenstrom und stellen sicher, dass die Pakete erst nach ihrer vollständigen Übertragung ausgeführt werden. Unterstützt werden eine Vielzahl von Technologien, darunter Intels vPro-Plattform, die in vielen Unternehmen verbreitet ist.
Der Agent vor Ort
Als Schaltstelle bei der Verteilung der Pakete fungiert der auf den unterschiedlichen Endgeräten arbeitende Agent: Mit seiner Hilfe erfolgt das Bandbreitenmanagement, wird die Berechtigungsstufe fein eingestellt, die Sicherheit gewährleistet, das Verhalten kontrolliert. Der Benutzer des Arbeitsplatzrechners kann gar nichts falsch machen: Die Migration erfolgt vollautomatisch im Hintergrund und lässt sich auch durch ein Herunterfahren des Computers mitten im Prozess nicht stören. Am nächsten Arbeitstag nimmt die Lösung einfach ihre Arbeit an der unterbrochenen Stelle wieder auf.
Die Benutzerdaten werden vor der Migration erfasst. Dies schliesst das gesamte Profil des Benutzers mit ein - auch die individuellen Einstellungen wie Hintergrundbild, Makros, Wörterbücher oder Mausverhalten. Im Zuge der Migration werden diese wieder auf Windows 7 zurückgespielt und angewendet. So findet der Anwender nach der Migration seine gewohnte Umgebung wieder vor - und arbeitet frustfrei weiter. Das klappt natürlich nur, wenn die zu übernehmende Funktionalität auch auf dem Zielsystem vorhanden ist.
Best Practices
Apropos Anwendungen: Diese werden am besten am Endpunkt virtualisiert. So arbeiten sie in jedem Fall einträchtig nebeneinander und können leicht zentral gemanagt werden, ohne das darunter liegende Betriebssystem zu beeinflussen. Ein solches Konzept wird von einer umfassenden Deployment- und Client-Management-Lösung getragen, die im Übrigen dem Administrator die freie Wahl der Formate, Technologien und Übertragungswege lassen soll.
Wer sich an die Leitplanken für die Praxis (siehe Kasten) hält, wird mit den Werkzeugen seiner Wahl - nach einem erfolgreichen Test auf einem Pilotsystem - den Umstieg auf Windows 7 im ganzen Unternehmen problemlos durchführen. Zu welchen Kosten entscheidet letztlich die hohe Integrität der einzelnen Funktionen in eine Konsole und der Grad der Automatisierung, der sich mit den vom Administrator gewählten Werkzeugen erreichen lässt. Erfahrungsgemäss sinkt der TCO-Wert (Total Cost of Ownership) für einen Desktop-PC um bis zu zwei Drittel.
Sieben Schritte zum Migrationserfolg
1.
Assessment und Planung: Hardware und Software auf Windows-7-Tauglichkeit prüfen und Upgrades planen.
2.
Standard-Images: Für eine schnelle, konsistente Migration sollte das Image möglichst einem "nackten" Windows 7 entsprechen.
3.
Applikationen vorbereiten: Behandeln Sie den Kern der Benutzerproduktivität mit Sorgfalt. Überlegen Sie, welche Anwendungen noch notwendig sind, und erstellen Sie aktuelle Pakete.
4.
Benutzerprofile sichern: Benutzer mögen keine Veränderungen. Alles, was Sie personalisiert haben, möchten Sie am gewohnten Platz wiederfinden.
5.
Migrationsprozess vorbereiten: Die zuvor erstellten Templates und Dateien werden nun in Jobs und Workflow-Sequenzen verpackt.
6.
Migration durchführen: Zunächst erfolgt die Migration eines Testsystems oder einer ganzen Testgruppe. Falls etwas nicht funktioniert, lässt sich die Migration dank des zuvor erstellten Backups jederzeit rückgängig machen. Hat alles geklappt, genügt ein Klick - und die zuvor erstellten Migrationsabläufe nehmen automatisch ihren Lauf.
7. Messen und Rapportieren: Sammeln Sie alle Daten zum Migrationsprozess, um aufgetretene Fehler künftig zu vermeiden und den Prozess zu optimieren.







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