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» Von Harald Schodl , 25.03.2011 06:00.

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Entwickler, Projektmanager, SAP

IT-Personalvermittler Endeso hat derzeit besonders viele Anfragen nach Software-Entwicklern für .Net-Umgebungen. «Hier gibt es schweizweit wenige gut qualifizierte Leute», erklärt Inhaber Bruno Preite. Zudem würden die meisten auf Freelancer-Basis arbeiten (Warum das so ist, erfahren Sie im Beitrag ab S. 28). Personal für Festanstellungen sei in diesem Bereich sehr schwierig zu bekommen, so Preite. Michel Kaufmann, Leiter Marketing und Product Management bei Jobs.ch, stellt einen ähnlichen Trend fest: Auf seinem Onlinestellenportal sind momentan vor allem Experten für Software-Entwicklung und -Analyse gefragt, gefolgt von Spezialisten fürs Projektmanagement.

Endeso-Chef Preite bemerkt seit dem dritten Quartal 2010 zudem eine stark steigende Nachfrage nach Experten für Online- und Social-Media-Marketing. Aufgrund der zunehmenden Verbreitung sozialer Netzwerke sei davon auszugehen, dass Marketing verstärkt in sozialen Medien stattfinde, da sich hier auch potenzielle Kunden informieren bzw. austauschen. Was früher etwa Radio oder Fernsehen waren, verlagert sich also zunehmend auf Portale wie Facebook oder Twitter. Kaufmann bestätigt diesen Trend, relativiert aber gleichzeitig: «In der persönlichen Wahrnehmung steigt die Nachfrage deutlich, wenn auch noch auf tiefem Niveau.» Viele Stellen und Jobprofile in diesem Bereich würden gerade erst neu geschaffen. «Die Titel und Funktionen sind noch nicht breit etabliert. Deshalb ist es schwierig, hier auf statistische Daten zurückzugreifen», so Kaufmann.

Auf der nächsten Seite lesen Sie, welche Anforderungen grosse Schweizer Arbeitgeber wie Coop oder der Migros-Genossenschaftsbund derzeit haben.

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KOMMENTARE

David Wenger: 29-03-11 09:07

Wenn denn so viele Informatiker gesucht würden, würden auch höhere Löhne bezahlt. Bei einer Bank lachen die Mitarbeiter auf der Business-Seite diejenigen auf der Informatik-Seite im Angesicht ihres Lohnes aus! Und in einer anderen Branche kommt der durchschnittliche Senior-SW-Dev. schon gar nicht auf 140k.

Der Markt spielt also noch nicht wirklich -- und wie gut man ausgebildet ist, spielt nicht wirklich eine Rolle, sondern bloss, wieviele Dienstjahre man abgespuhlt hat.

"Wir wissen aus Analysen des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie, dass gerade die Ausbildung mit Lehre, Fachausweis und Diplom langfristig die vergleichsweise besten Karrierechancen bietet."
Bei solchen Aussagen muss ich immer wieder schmunzeln. Da möchte der gute Herr Kälin uns tatsächlich weis machen, dass ein ETH Informatik-Ingenieur schlechtere Karrierechancen hat? Wäre ja auch sehr merkwürdig, wenn das so wäre...

R. S.: 28-03-11 17:29

Vermutlich dominieren auch diesmal die Rückmeldungen aus dem Bankenumfeld die Lohnstudie. Da im SwissICT vor allem grosse, finanzkräftige Unternhemen den Ton angeben, sind die auch überproportional vertreten und reissen damit das Ergebnis nach oben. Zudem gilt noch die alte Regel, je näher an der Hardware, desto tiefer das Salär. Mit einem CCIE sollte aber mehr als 100'000 drin liegen.

H. Schodl: 28-03-11 16:01

Wie im Artikel beschrieben, beziehen sich die Angaben auf «berufserfahrene, qualifizierte Senior-Software-Entwickler». Diese erhalten laut Bruno Preite, Inhaber des Schweizer IT-Personalvermittlers Endeso, im Schnitt ein Jahressalär zwischen 110'000 und 140'000 Franken. Weiter verweise ich in diesem Zusammenhang gerne auf die SwissICT-Salärstudie http://www.computerworld.ch/marktanalysen/studien-analysen/artikel/ict-loehne-steigen-leicht-52496/

R. B.: 28-03-11 13:34

Da muss ich Herr Saner recht geben. Könnt ihr diesen Artikel mit einer Statistik stützen? Oder auf welcher Basis wurden diese Zahlen berechnet oder hergeleitet?

Steve Saner: 25-03-11 13:12

Sind diese grossen Gehhälter ohne Führungsaufgaben tatsächlich üblich? Ich arbeite zwar nicht in der Entwicklung, sondern als Network Engineer, aber ich kratze gerade mal die 100'000.-- und habe mind. 7 Jahre Berufserfahrung mit verschiedenen Zertifizierungen. Klar spielen noch andere Faktoren wie Arbeitsort oder Verkaufstalent eine Rolle, aber nicht 20'000 pro Jahr, da kriegt man ja das Gefühl man sei schlecht bezahlt. I'm confused.

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