Standardisierung: Stufenplan zur effizienten IT-Landschaft

» Von Franz-Rudolf Borsch, Saman Kitvarametha, 21.05.2010 06:00.

4. Zentrale Software-Verteilung aus einem Pool

Nächster Schritt zur einheitlichen Software ist das Implementieren einer effizienten und kostengünstigen Software-Verteilung inklusive Einrichten eines Software-Pools. Hieraus kann der Anwender zusätzliche, für seine Tätigkeiten notwendige Anwendungen beziehen. Die dort vorgehaltenen Produkte sollten wiederum dem Prinzip «Eine Software für jede Funktion» entsprechen. «Configure, do not customize», ergänzt Bassett.

5.

Einheitliches Netzwerk statt heterogener Strukturen

Historisch bedingt findet man in Unternehmen häufig eine Vielzahl von Infrastrukturkomponenten. Die Folge sind eine stark eingeschränkte Zusammenarbeit zwischen den Geschäftseinheiten und hohe Kosten für das Management. Alle im Unternehmen befindlichen Netzinfrastrukturen sind daher zu einem einzigen und für alle Geschäftseinheiten einheitlichen Netzwerk zusammenzuführen. Zudem wird eine effizientere und kostengünstigere Netzauslastung erreicht. Einer Forrester-Studie zufolge werden nicht einmal 15 Prozent der möglichen Systemleistung abgerufen. Einsparung: bis zu 25 Prozent.

6.

Einheitliches Collaboration-Tool

Die IT-Standardisierung sollte auch vor mehreren parallel eingesetzten Collaboration-Tools nicht Halt machen. Eine einheitliche Lösung ermöglicht Projektarbeit in Echtzeit: Alle benötigten Daten sind direkt erreichbar und gemeinsam zu bearbeiten. Darüber hinaus führt dies zur Kostensenkung im Bereich Lizenz- und Traffic-Gebühren sowie zur Kostenkontrolle.

7.

Multifunktionsgeräte

Weitere Einsparungen lassen sich durch das Einführen von zentralen Multifunktionsdruckern realisieren. Die Kosten pro ausgedruckter S/W-Seite liegen im Durchschnitt 8 Prozent zu hoch, bei Farbausdrucken sind es sogar bis zu 28 Prozent. Durch den Abbau von Einzelplatzkomponenten (z.B. Arbeitsplatzdruckern) sinkt die Anzahl der eingesetzten Geräte um bis zu 80 Prozent. Zudem nimmt der Service- und Schulungsaufwand ab.

Information beseitigt Widerstände

Das Umsetzen der Standardisierung erfordert das Mitwirken aller Beteiligten. Nötig ist daher eine gut gesteuerte und erfahrene Kommunikationsstelle. Sie überzeugt nicht nur die Mitarbeiter von der Notwendigkeit der einzelnen Prozessschritte, sondern ist auch Vermittler zwischen den verschiedenen Geschäftseinheiten.

Mit Abschluss der Standardisierung ist der Prozess jedoch noch nicht abgeschlossen. Eine IT-Standardisierung muss stets nachhaltig sein, um die maximalen Kosteneinsparpotenziale auch über die nächsten Jahre realisieren zu können und zugleich eine stetige Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit aufrechtzuerhalten.

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