Schont Nerven und Brieftasche
» Von , 03.02.2010 06:00.
Nervfaktor langsamer Access
Rubatscher und seine Kollegen in anderen Ländern nutzen die Onlinemeetings und die Plattform von Cisco WebEx sehr intensiv. Um die Verbindungskosten zu reduzieren, wird dabei auch VoIP eingesetzt. Seit Einführung arbeitet das System zuverlässig und sicher. Probleme beim Einsatz dieser Technologie kommen aus einer ganz anderen Richtung: Cisco WebEx garantiert zwar eine hohe Verfügbarkeit, aber in manchen Ländern in Übersee sind die Internetverbindungen noch nicht stabil genug beziehungsweise zu langsam, sodass es zu Verzögerungen kommen kann.
Der dennoch grösstenteils erfolgreiche Einsatz von Webkonferenzen in den IT-Abteilungen von Dachverband und regionalen Organisationen hat mittlerweile dazu geführt, dass auch andere Abteilungen des Hilfswerks diese Technologie nutzen. Heute reduziert die gesamte internationale Organisation der SOS-Kinderdörfer auf diese Weise ihre Reisetätigkeit. Die Einsparungen liegen im Bereich 45000 Franken aufwärts. Und das ist noch nicht alles: Viele Meetings wären ohne WebEx erst gar nicht zustande gekommen. Niemand fliegt wegen einer zweistündigen Besprechung von Delhi nach Innsbruck. Die Kommunikation insgesamt hat sich wesentlich verbessert.
Zwei WebMeetings pro Tag
Allein am Standort Innsbruck werden heute mindestens zwei Webkonferenzen pro Tag abgehalten. Da für die Teilnahme an einer Webkonferenz keine besonderen technischen Voraussetzungen nötig sind - ein Computer mit Standardbrowser und eine durchschnittlich schnelle Internetverbindung genügen - werden diese neuerdings auch häufig von unterwegs genutzt. «Beim Einsatz von Webkonferenzen hat unsere IT eine Pionierrolle gespielt», resümiert Rubatscher. «Mittlerweile ist diese Kommunikationsform in unserer gesamten internationalen Organisation fest verankert und aus unserem Berufsalltag nicht mehr wegzudenken.»

Auf Webkonferenzen können Teilnehmer Dokumente gemeinsam bearbeiten
Eine Webkonferenz ist ein virtuelles Meeting via Internet. Dabei können beliebig viele Teilnehmer aus unterschiedlichen Unternehmen gemeinsam Anwendungen nutzen, Dokumente bearbeiten, Projekte besprechen oder Präsentationen zeigen. Die Sprachkommunikation läuft parallel über eine Telefon-Konferenzschaltung oder via VoIP (Voice over IP) ab. Um die Interaktivität zu steigern, können Anwender auch Webcams einsetzen. Cisco WebEx führt massgeschneiderte Lösungen für Vertrieb, Support, Training, Marketing und Entwicklung in seinem Service-Portfolio.
Cisco WebEx stellt seine Webkonferenz-Dienste per Internet als SaaS (Software as a Service) zur Verfügung, Anwender bezahlen also lediglich für die Nutzung und müssen keine zusätzliche Hard- oder Software erwerben. Durch Webkonferenzen sparen Unternehmen Zeit und Kosten; viele Geschäftsreisen werden dadurch überflüssig. Webkonferenzen eignen sich insbesondere für operative Meetings sowie für Training, Vertrieb oder Kundenservice, wo andernfalls oft aufwendige und kostenintensive Vor-Ort-Einsätze notwendig wären.
WebEx ist der einzige Anbieter von Web-meeting-Applikationen, der die Zertifizierungen Web Trust und SAS70 erhalten hat. Diese Zertifizierungen werden für vertrauenswürdigen E-Commerce, gesicherte Kontrollen und Schutzmassnahmen vergeben. So werden alle Meetings durch Verschlüsselungs-algorithmen geschützt. Ausserdem speichert Cisco WebEx auf seiner Plattform keinerlei Konferenz-Informationen ab.
WebEx-Dienste werden nach Bedarf über die private, globale Cisco WebEx Collaboration Cloud bereitgestellt. Neue Software oder Hardware ist nicht erforderlich, sodass sich die Dienste mühelos implementieren und an veränderte Kapazitätsanforderungen anpassen lassen.
SOS-Kinderdörfer
SOS-Kinderdorf betreut bedürftige Kinder in insgesamt 132 Ländern und Territorien. Das erste SOS-Kinderdorf gründete Hermann Gmeiner 1949 in Imst in Tirol. Seine Idee: Jedes verlassene, Not leidende Kind sollte wieder eine Mutter, Geschwister, ein Haus und ein Dorf haben, in dem es wie andere Kinder in Geborgenheit heranwachsen kann. Aus diesen Prinzipien ist eine Organisation entstanden, die sich hauptsächlich über private Spenden finanziert. In derzeit 473 SOS-Kinderdörfern finden Kinder ein neues, sicheres Zuhause. Neben den SOS-Kinderdörfern gibt es zudem über 1400 SOS-Zusatzeinrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Ausbildungs- und Sozialzentren, Krankenstationen, Nothilfeprojekte und SOS-Familienhilfe, die auch der armen Nachbarschaft der SOS-Kinderdörfer offenstehen. Derzeit zählen 1 146 640 Menschen weltweit zu den Begünstigten der SOS-Einrichtungen.







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