Kinderarbeit bei Apple-Auftragsherstellern
Kinderarbeit und zu viele Überstunden: Bei einigen chinesischen Auftragsherstellern von Apple gibt es gravierende Verstösse gegen grundlegende Arbeitsrichtlinien.

» Von , 02.03.2010 10:06.
Apple-Kunden wissen meist nur wenig über die Umstände, unter denen Macs, iPhones und Co. hergestellt werden. Der Konzern bemüht sich hier um etwas Transparenz und untersucht die Bedingungen in den Fabriken der Auftragshersteller jedes Jahr.
Apple hat den Bericht «Supplier Responsibility» vorgelegt. Dafür wurden 102 Fabriken untersucht. Laut diesem Bericht zeigten sich bei zwei Prozent der Befragungen schwere Verstösse gegen grundlegende Arbeitsrichtlinien. Dazu zählen drei Fälle von Kinderarbeit. Dort waren 15-Jährige in Fabriken beschäftigt. In vielen Regionen Chinas darf man erst mit 16 voll arbeiten. Zudem gab es elf Fälle von Angestellten, die vor ihrem 16. Geburtstag eingestellt wurden, inzwischen aber legal beschäftigt sind.
Weitere schwere Verstösse gegen Apples Bestimmungen sind beispielsweise falsche Aussagen bei der Befragung. So wollten einige Verantwortliche Fälle von Kinderarbeit oder Mehrarbeit vertuschen. Der überwiegende Teil der Verstöße fällt unter die Gruppen, die Apple nicht als «Core Violations», also grundlegende Verletzungen klassifiziert. Hierzu zählen beispielsweise Verstösse gegen die Arbeitszeitbestimmungen. Apple schreibt den Fabriken vor, dass Arbeiter nicht mehr als 60 Stunden in der Woche arbeiten sollen, ein Tag in der Woche muss frei sein.
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