Firmen nutzen Facebook und Twitter kaum

Während die Personalabteilung soziale Netze regelmässig nutzt, schlagen Geschäftsleitung und Marketing kaum Kapital aus Social-Media-Portalen. Häufig fehlt die Strategie.

    

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» Von Mark Schröder, 05.11.2009 09:22. Letztes Update, 05.11.2009 09:23.

Die Businessnetzwerke Xing oder LinkedIn gehören fast zum Alltag von Personalern: 80 Prozent haben sie im Rahmen ihrer Tätigkeit schon einmal besucht. 60 Prozent informieren sich zumindest gelegentlich oder selten auf den Plattformen über potenzielle Mitarbeiter. Das sind Ergebnisse einer Umfrage des Beratungsunternehmens IFOK unter mehr als 800 Personalexperten.

Die HR-Spezialisten sind mehrheitlich (60%) der Auffassung, dass Social Media eine grosse strategische Bedeutung für die Personalabteilung hat. Allerdings gibt es in 66 Prozent der Unternehmen keine geregelte Zuständigkeit für das Thema, in noch mehr (70%) Organisationen fehlt die firmenweite Social-Media-Strategie. Richtlinien für den Umgang mit Social Media gibt es in nur 15 Prozent der Konzerne, interne Schulungen werden nicht einmal von 10 Prozent offeriert.

Social-Media-Anwendungen im Unternehmenseinsatz
Social-Media-Anwendungen im Unternehmenseinsatz
Abseits von Rekrutierung und Mitarbeiterentwicklung wird Social Media der IFOK-Umfrage zufolge kaum Beachtung geschenkt. So hat kaum jeder vierte Befragte schon einmal von Beurteilungen auf Arbeitgeberbewertungsplattformen Kenntnis genommen. Nur vier Prozent der Befragten beobachten systematisch, was über ihr Unternehmen - auch von den eigenen Mitarbeitern - auf Plattformen wie Facebook oder Xing geschrieben wird. Jede dritte Organisation ignoriert vollkommen, was Angestellte über den eigenen Arbeitgeber auf diesen Portalen verlautbare. Laut den Studienautoren von IFOK vergeben viele Unternehmen damit eine grosse Chancen: gratis zu erfahren, was und wie über die eigene Firma kommuniziert wird.

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