Eine Frage des Standorts

Steigende Ölpreise verteuern die Transportkosten, und in den traditionellen Niedriglohnländern steigen die Löhne: Wie lange zahlen sich global vernetzte Supply Chains im ICT-Bereich überhaupt noch aus?

    

» Von Florian Hackinger, 09.09.2010 06:00.

Florian Hackinger ist Senior Consultant bei Barkawi Management Consultants. Seine Expertise beinhaltet alle funktionalen Bereiche einer Supply Chain (Beschaffung, Produkton, Distribution, Service, Planung). Einsatzschwerpunkt sind Projekte für Produktionsstrategien und -konzepte im Automotive-Bereich sowie im Maschinen- und Anlagenbau

Viele Technikprodukte sind in den letzten 20 Jahren für die westlichen Absatzmärkte drastisch günstiger geworden, weil durch die Verlagerung der Produktion in Niedriglohnländer die Herstellungskosten schrumpften. Mobiltelefone sind dafür das beste Beispiel. «Transportkosten sind nicht relevant», lautete das gängige Credo. Der Ölpreisschock im Sommer 2008 und zuletzt die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko haben aber eine neue Diskussion über die Regionalisierung von Supply Chains entfacht. Hintergrund ist die Sorge, dass ein steigender Ölpreis zu einer sprunghaften Verteuerung der Transportkosten führen und somit den Vorteil geringerer Arbeitskosten in Niedriglohnländern aufwiegen könnte. Die Sorgen sind berechtigt.

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