Du sollst nicht langweilen
» Von , 18.03.2010 06:00.
Optimale Gesprächsvorbereitung
Leider werden Präsentationen und Gespräche viel zu oft gar nicht oder ungenügend vorbereitet. Die Folge: Die Botschaft ist unklar oder fehlt ganz, es kommt zu spontanen und unnötigen, zuweilen ausufernden Exkursen - es wird am Thema vorbei referiert. So stiehlt man den Zuhörern Zeit, schafft Missverständnisse und Frustration.
Wenn Ihnen eine Präsentation oder ein wichtiges Gespräch bevorstehen, empfehle ich Ihnen, sich gut vorzubereiten. Eine wirkungsvolle Methode dafür ist ZABA: Damit klären Sie Ihr Ziel, Ihre Anliegen, Ihre zentrale Botschaft und Ihre überzeugendsten Argumente.
Die ZABA-Methode
Angenommen, Sie haben eine Präsentation, bei der es um die Einführung einer neuen Software geht. Dann könnten Sie sich zur Vorbereitung folgende ZABA-Fragen stellen:
- Ziel: Was will ich erreichen, was soll die Präsentation bewirken?
- Anliegen: Worum geht es mir? Was soll für die Gegenseite klar werden? Was muss allenfalls noch geschehen, damit ich erfolgreich bin (Atmosphäre etc.)?
- Botschaft: Wenn mein Auftritt eine Werbung wäre, wie würde meine Botschaft lauten (ein Satz, der leicht verständlich ist, in Erinnerung bleibt und mir hilft, mein Ziel zu erreichen)?
- Argumente: Welcher Nutzen entsteht, für wen und in welchem Umfang? Welches sind meine zwei bis drei überzeugendsten Argumente (Zahlen, Fakten, Erfahrungen, glaubwürdige Erlebnisse, Studien etc.)? Die beste Argumentationsformel dafür ist «1-3-2»: das überzeugendste Argument zuerst, das zweitbeste am Schluss, alle weiteren dazwischen.
Anschliessend überlegen Sie die Ziele, Anliegen und Argumente der Gegenseite. Ausserdem versuchen Sie, sich die Befindlichkeit der Gegenseite zu vergegenwärtigen. Sie denken nach oder fragen gezielt nach Erwartungen, Bedürfnissen, Befürchtungen, Vorbehalten gegenüber Ihnen und Ihrem Thema. Im besten Fall sind Sie sich auch klar über das Vorwissen, (mögliche) Sachzwänge, persönliche Interessen und Allianzen, die für Ihre Ziele und Anliegen relevant sind.
Mentale Stärke durch Klarheit
Die sorgfältige Vorbereitung hilft Ihnen auch, sich unmittelbar vor einem Gespräch, Auftritt oder einer Verhandlung mental gut vorzubereiten. In dem Sie Ihr Ziel, Ihre Anliegen und Argumente präsent haben oder Ihre Botschaft vor Ihrem geistigen Auge aufleuchten lassen, stärken Sie sich mental. Im Spitzensport ist jedem Champion klar, dass Siege im Kopf erzielt werden. Und Niederlagen auch. Mentale Stärke ist auch im Berufsleben ein enormer Vorteil. Sie hilft Ihnen, Ihre maximale Wirkung zu entfalten.
Gerade, wenn Sie oft unter Druck stehen und ein hohes Arbeitsaufkommen bewältigen, lohnt es sich, Präsentationen und wichtige Gespräche sorgfältig vorzubereiten. Wenn Sie genau wissen, was Sie wollen, können Sie eher kurz, klar und präzise kommunizieren. Sie vermeiden Missverständnisse und Fehler. Und alle gewinnen Zeit. Auch das wird man Ihnen mit Anerkennung danken.
Workshop
Rhetorik-Training
Mitarbeiter und Führungskräfte, die Gespräche führen, präsentieren oder gelegentlich Reden halten, werden sich in diesem Workshop der Wirkung rhetorischer Techniken bewusst. Markus Renevey trainiert Ihre Auftrittskompetenz, gibt professionelles Feedback auf eine Kurzrede oder Kurzpräsentation und zeigt die Bedeutung mentaler Stärke beim Auftreten.
Wann: Dienstag, 18. Mai 2010, 14.00 bis 18.00 Uhr
Wo: SAWI, Stettbachstrasse 6, Dübendorf
Thementag
Selbstmanagement
Erst informieren, dann anmelden? Wenn Sie mehr zu unseren Workshops wissen wollen, nehmen Sie an unserem Thementag "Selbstmanagement" teil. In vier Schnupperkursen von je 90 Minuten führen ausgewiesene Experten in die Themen "Rhetorik", "Stressmanagement", "Small Talk - Smart Talk" und "Klartext reden in Projekten" ein. Entscheiden Sie danach, ob Sie am Halbtages-Workshop teilnehmen möchten.
Wann: Dienstag, 20. April 2010
Wo: Weiterbildungszentrum Universität St. Gallen
Infos & Anmeldung:
www.computerworld-events.ch/selbstmanagement







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