Der CIO als Innovator
CIOs möchten zunehmend auch mit businessorientierten IT-Innovationen zum Unternehmenserfolg beitragen. Bewährte Methoden aus der Produktinnovation helfen dabei.
Vom Bremser zum Innovator (Bild: iStock)» Von , 20.06.2011 08:16.
Jeder CIO kennt das Phänomen: In wiederkehrenden Wellen rollen auf die Informatikabteilung neue Technologien, neue Anwendungen und nicht zuletzt auch neue Anforderungen aus dem Business zu. Wie früher PCs, Netzwerke und Internet machen heute Mobile Devices oder die Cloud Druck auf die IT-Funktion. Je schwerfälliger die Informatik auf solche innovativen Möglichkeiten reagiert – und je einfacher die Informatikmittel extern am Markt beschafft werden können –, desto eher wird die interne IT bei der Einführung solcher Lösungen erst sehr spät oder gar nicht einbezogen. Oft sind es daher die Geschäftsbereiche, die IT-basierte Innovationen anstossen und erste Anwendungen erstellen. Nicht selten gehen solche Veränderungen mit dem Einzug neuer Technologien im privaten Umfeld einher. Die Anwender entwickeln daraus Erwartungen, die sich an den Verheissungen der Anbieter und an der öffentlichen Diskussion orientieren. Die zunehmende Komplexität der IT-Infrastruktur wird dabei kaum berücksichtigt.
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Die IT eines Unternehmens hat im Spannungsfeld zwischen günstiger und stabiler Leistung sowie laufender und flexibler Erneuerung ihren Leistungsauftrag zu erfüllen. Der Ausgleich zwischen den widersprüchlichen Zielsetzungen wie Sicherheit versus Offenheit oder Verfügbarkeit versus Flexibilität wird der Informatik oft selbst überlassen. Wenn die IT dabei zu sehr auf Stabilität und Sicherheit setzt, verlangsamt sie unter Umständen die erfolgreiche Weiterentwicklung des gesamten Unternehmens. Lässt sie andererseits die Zügel zu fest schleifen, läuft sie Gefahr, unnötig Werte zu vernichten – etwa aufgrund instabiler Systeme, ungeplanter Nachbesserungen oder drastisch erhöhter Integrationskosten.
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