«Dell hat einen kompletten Strategiewechsel vollzogen»

Christophe Monnin, General Manager von Dell Schweiz, und sein Solutions Director Pascal Dietrich haben ein Stück Arbeit vor sich – die Umsatzahlen sind alles andere als rosig. Wie sieht die aktuelle Strategie aus?

General Manager Christophe Monnin und Solutions Director Pascal Dietrich glauben, dass der eingeschlagene Weg von Dell der richtige ist.General Manager Christophe Monnin und Solutions Director Pascal Dietrich glauben, dass der eingeschlagene Weg von Dell der richtige ist.

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» Von Daniel Bader , 29.10.2012 09:45.


Computerworld sprach mit Dells General Manager Christophe Monnin und Solutions Director Pascal Dietrich. Im Interview standen die beiden Rede und Antwort zu den neusten Geschäftszahlen, der Position von Dell in der Schweiz, dem Strategiewechsel im Vertrieb sowie zum konzernweiten Wandel vom Hardware- zum IT-Lösungs­anbieter.

Computerworld: Die letzten Marktzahlen, die Dell für das zweite Quartal 2012 veröffentlicht hat, sind alles andere als gut.

Christophe Monnin: Was meinen Sie genau?

 Laut den ausgewiesenen Zahlen reduziert sich das Wachstum gegenüber dem letzten Quartal um 8 Prozent, der weltweit erzielte Gewinn schrumpft sogar um 18 Prozent. Zudem hat Dell seine fortlaufenden Prognosen um ein Fünftel nach unten korrigieren müssen und den Analysten einen schwachen Ausblick gegeben. Das sind weder gute Zahlen noch beruhigende Aussichten.

Monnin: OK, da gebe ich Ihnen recht. Die Daten sind nicht zufriedenstellend – auf weltweiter Ebene. Wir haben vor allem ein Umsatzproblem in der Consumer-Sparte.

Ist das nicht erstaunlich? Dell, als ehemals sehr starke Nummer zwei hinter HP, ist mittlerweile auf Platz vier, hinter Acer und Lenovo abgerutscht. Und das, obwohl man ja durch diesen Bereich gross geworden ist.

Monnin: Die Zeiten ändern sich. Auch Dell muss sich weiterentwickeln.

Das heisst, Dell verkauft seine Hardware-Sparte?

Monnin: (lacht) Nein, natürlich nicht. Wir werden auch weiterhin Client Computer Solutions verkaufen. Das ist und bleibt eines unserer Standbeine. Nur die Voraussetzungen, also wie die Hardware verkauft wird, haben sich unserer Meinung nach verschoben.

Was meinen Sie damit konkret?

Monnin: Unser Bestreben ist es nicht, im absoluten Low-End-Preissegment mit Acer oder Lenovo zu konkurrieren, uns darin aufzureiben. Wir werden nicht um jeden Preis Notebooks verkaufen. Wir wollen gesund wachsen. Dell hat doch einen kompletten Strategiewechsel vollzogen. Richtig ist, dass uns die anhaltend schwierige Wirtschaftslage in Europa etwas bremst. Ich bin aber überzeugt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Wie sieht dieser Weg aus?

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