Business Intelligence: Mehr wissen als die Konkurrenz
» Von , 08.03.2010 06:00.
Mit OLAP am Anschlag

Ulrich Beckmann, QlikTech GmbH
In-Memory ist jedoch nicht gleich In-Memory: Das Verarbeiten der OLAP-Cubes im Arbeitsspeicher alleine löst noch lange nicht die Limitationen dieser Technologie. Deutlich schneller und flexibler sind Systeme, die von Anfang an speicherbasiert konzipiert wurden und komplett auf eine aufwendige und starre Definition des Datenmodells verzichten. Alle erforderlichen Daten werden sofort in den Arbeitsspeicher geladen. Dort finden im Anschluss sämtliche Berechnungen und logischen Verknüpfungen statt. Das ermöglicht Abfragen und Analysen in kürzester Zeit. Durch die permanente Verfügbarkeit aller Daten können die Anwender mit aktuellen Zahlen aus den operativen Unternehmensprozessen interagieren und sich ohne die Einschränkungen des OLAP-Verfahrens frei durch die Daten bewegen. Die Fragestellungen lassen sich dabei jederzeit den Informationswünschen der Anwender anpassen.
Bei OLAP-basierten Business-Intelligence-Tools ist das nicht möglich. Hier müssen alle Dimensionen schon im Vorfeld definiert werden. Änderungswünsche sind nur durch ausgewiesene IT-Experten möglich, wobei zusätzlich der gesamte Analysepfad nach erfolgter Anpassung noch einmal von A bis Z durchlaufen werden muss. Bei der In-Memory-Technologie ist die IT nur noch für das Back-End zuständig. Die inhaltliche Gestaltung sowie Anpassungen der Anwendung können in den Fachabteilungen selbst vorgenommen werden. Schliesslich ist dort auch das entsprechende Fachwissen vorhanden und die genaue Kenntnis der Analyseanforderungen.
BI ist kein IT-Tool mehr
Die Stossrichtung in Sachen BI-Nutzung zeigt, dass erfolgreich eingesetzte BI-Tools künftig nicht mehr nur einigen wenigen Spezialisten zugänglich sein dürfen, sondern für eine abteilungsübergreifende Transparenz in Unternehmen sorgen müssen.
Neben der Wirtschaftlichkeit des Produkts sollte deshalb bei der Einführung von BI insbesondere auf Akzeptanz seitens der Anwender geachtet werden. Die Lösung darf nicht nur einigen wenigen IT-Experten gefallen, sie muss vor allem die Fragen der Fachanwender beantworten. Nur wenn die Mitarbeiter aus Controlling, Vertrieb, Marketing, Produktion und Einkauf so schnell wie einfach alle Informationen für ihre täglichen Entscheidungen erhalten, kann Business Intelligence erfolgreich zur effizienten Unternehmenssteuerung eingesetzt werden.







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