Die drahtlose Vernetzung von Heim und Herd hat sich die Arbeitsgruppe Home-Radio-Frequency (Home-RF) auf die Fahne geschrieben. Ihr Verfahren Swap (Shared Wireless Access Protocol) liegt derzeit in Version 1.1 vor und hat zum Ziel, sowohl Daten als auch Sprache via Funk zu übertragen sowie den Anschluss ans Telefonnetz zu gewährleisten. Swap operiert im Frequenzbereich von 2,4 GHz, verwendet Stationen mit geringer Sendeleistung (100 Milliwatt) und basiert auf zwei bereits bewährten Standards: Für die Datenübertragung wird auf die kabellose LAN-Norm (Local Area Network) 802.11 des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE), für die Sprachübermittlung auf den Schnurlostelefonstandard Digital Enhanced Cordless Telephone (Dect) gesetzt. Swap erlaubt eine Datenübertragungsrate von zwei MBit pro Sekunde. Ein Heimnetz kann aus dem Stand aufgestellt werden etwa wenn der Kollege mit seinem Notebook zu Besuch kommt und eine Datei zum PC des Gastgebers übertragen werden soll. Es kann aber auch von einer zentralen Basisstation betrieben werden. Diese dient als Scharnier zwischen Telefonfest- und Heimnetz. Sie verfügt über einen USB-Anschluss (Universal Serial Bus), an den etwa ein zentraler PC gehängt werden kann, und fungiert als Basisstation für die Schnurloshandys. Bis zu 127 Teilnehmer kann ein Swap-Netz aufweisen, vom Drucker über den Zweit- und Dritt-PC bis hin zur Stereoanlage und zum Dect, das dereinst auch als Fernbedienung zum Einsatz kommen soll. Im Gegensatz zu Konkurrenzverfahren wie Bluetooth, das eine geringere Datenrate aufweist und sich ans Lowend richten soll, wird Swap als ein relativ teures Funk-LAN angesehen. Die Home-RF, die von insgesamt 90 Firmen, darunter Intel, Hewlett-Packard, IBM, Compaq und Motorola, getragen wird, plant daher die Ausarbeitung von Swap-Lite, einer billigeren Alternative. Zudem ist die Multimedia-Variante Swap-MM in Arbeit.
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