Top-Trends der Consumer Electronic Show
Am heutige Donnerstag öffnet die CES 2009 in Las Vegas ihre Tore. Die Messe gilt als Trendsetter der Branche. Einige Highlights sind schon vorab durchgesickert.
Microsoft-CEO Steve Ballmer: Hausaufgaben gemacht.» Von , 08.01.2009 13:09.
"Der PC ist nur einer von drei Bildschirmen", sagte Microsoft-CEO Steve Ballmer auf seiner Keynote zum Auftakt der Consumer Electronic Show in Las Vegas. Desktop-Rechner, TV, Cloud-Computing-Anwendungen und mobile Geräte wie Notebooks und Smartphones werden in den nächsten Jahren immer enger zusammenwachsen, prophezeite der Microsoft-Chef, und natürlich wird Windows 7 eine zentrale Rolle dabei spielen.
Windows 7: Effiziente Ressourcennutzung
Bereits gestern gab Ballmer den offiziellen Startschuss für die Beta-Testrunde von Microsofts neuem Client-Betriebssystem Windows 7. Die Hardware-Anforderungen der Finalversion hat die Windows-Company dabei auffällig niedrig angesetzt: ein 1 GHz-Prozessor (32 oder 64 Bit), 1 GByte Hauptspeicher, 16 GByte Festplattenspeicher, DX9-Grafiksupport (128 MByte) und ein DVD-R/W-Laufwerk sollen reichen. Windows 7 frisst damit nicht mehr Resourcen als das mittlerweile drei Jahre alte Windows Vista, und die Hardware hat währenddessen an Leistung zugelegt.
"Windows 7 wird schneller booten, den Benutzer bei seinen Aufgaben besser unterstützen und zudem die Akkus schonen", stellte Ballmer in Aussicht. Der neue Windows-Sprössling werde daher auch auf Netbook laufen. Microsoft scheint seine Hausaufgaben gemacht zu haben. Das alte Vista rutschte vor allem durch seinen immensen Ressourcenhunger und eine schleppende Performance in die Schlagzeilen.
Superschnelle AMD-Chips
Mit seinen beiden superschnellen Quad-Core-Phenom II Prozessoren nimmt AMD den Spielemarkt ins Visier. Der X4 940 Black Edition (3,0 GHz Taktfrequenz) und der X4 920 (2,8 GHz Takt) sind in 45-Nanometer-Technologie gefertig, was den Energiehunger der Chips zügelt. Intel wird sich warm anziehen müssen. Luftgekühlt erreichten die übertakteten Phenom-II-Chips 4 GHz, nitrogen-gekühlt gar eine Taktfrequenz von 5 GHz. Anfangs werden die beiden Phenom-II-Prozessoren der Dragon-Plattform mit DDR2-Speicher ausgeliefert. Schnellere DDR3-Speicherchips sollen aber in wenigen Monaten folgen. Der X940 Black Edition wird 275 US-Dollar, der X4 920 235 US-Dollar kosten.
Sonys Jackentaschen-Laptop

Sony Vaio-P passt in jede Hosentasche.
Im Inneren des Mini werkelt ein Intel Z520 Atom-Prozessor. Das Display hat eine Auflösung von 1600 mal 768 Pixeln. Der Vaio-P kommt Mitte Januar in Japan und im Februar in Nordamerika zu einem Preis von 1082 US-Dollar in die Läden. Den Marktstart in den Ländern Europas will Sony in Kürze bekannt geben.

Sonys Mini Vaio-P: Bald auch in Europa in den Läden.
Messerdünne LCD-Displays von Panasonic
Einen in klassischer LCD-Technologie gefertigten, aber nur 8,8 Millimeter dicken Bildschirm stellte Panasonic vor. Der 50-Inch-Prototyp bringt es auf eine Auflösung von bis zu 1080 Bildschirmzeilen und unterstützt die drahtlose Übertragungstechnik WirelessHD für HD-Videos. Der Bildschirm kann daher auch frei schwebend an der Decke aufgehängt oder an der Wand platziert werden. Mit dem Marktstart sei jedoch nicht vor 2010 zu rechnen, so Panasonic.
Schon ab Sommer dieses Jahres verfügbar ist jedoch der etwa drei Mal so dicke und 54 inch grosse Plasma-Bildschirm Viera Z1. Auch der Z1 unterstützt WirelessHD. Panasonic gab ausserdem eine Partnerschaft mit Amazon.com bekannt, die es Kunden einfacher macht, Inhalte von Amazon Video On Demand zu nutzen.
Cloud Attached Storage
Speicher- und Backup-Medien fürs Cloud Computing präsentierte das im Mai des vergangenen Jahres gegründete Start-up Ctera. Ctera verwandelt USB-Speicherlaufwerke in einen File-Server, der Backups auf Online-Speichermedien wie Amazons S3 Simple Storage Service durchführt. Dazu muss der Rechner noch nicht einmal laufen. Ctera nennt seine Speichertechnik "cloud attached storage". Das erste Produkt Cloudplug setzt auf Ethernet-Routern oder USB-Laufwerken auf und kommt im Laufe dieses Jahres auf den Markt. Die Abrechnung soll monatlich erfolgen und je nach Leistungsumfang im zwei- bis dreistelligen Bereich liegen.







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