SAP goes mobile - ein Schrittchen

Der Vollzugriff auf ERP-Systeme ist erfolgsentscheidend für Vertrieb und Wartung. Mit Netweaver mobile und Technologie-Partnern bringt SAP seine Business Suite auf Blackberry, iPhone und Windows mobile.

  

» Von Michael Kurzidim, 28.10.2009 14:40.

Im März dieses Jahres versprach SAP, seine gesamte Business Suite für iPhones, Blackberrys und Windows-Mobile-User aufs kleine Smartphone-Display zu bringen. Dieses ehrgeizige Unterfangen trägt erste Früchte. Die gute Nachricht: Die Plattform SAP Netweaver mobile steht und ist einsatzbereit. Das Device Management stellt sicher, dass die richtige Applikation auf dem richtigen Mobilgerät installiert wird, führt automatisch Daten-Backups durch und warnt den Benutzer etwa, wenn der Akku zur Neige geht.

Netweaver mobile beachtet die Einhaltung von Compliance-Regularien und unternehmensinternen Policies und puffert als eine Art Middleware den Zugriff der mobilen Devices auf SAP Business Suite. Für jedes Device legt Netweaver mobile einen Device-Datenspeicher (Device Queue) an, der die Daten der Business Suite aufbereitet und dadurch für einen performanten Zugriff sorgt.

SAP konzentriert sich auf Windows

Prognostizierte Marktanteile von Blackberry, Symbian, iPhone und Windows mobile.
Prognostizierte Marktanteile von Blackberry, Symbian, iPhone und Windows mobile.
Einige Hürden sind jedoch noch zu überwinden. Die schlechte Nachricht: SAP hat den Netweaver mobile Client, der auf jedem Gerät installiert werden muss, lediglich für Windows-Plattformen implementiert. Auf Laptops werden Windows XP / Vista und auf Smartphones Windows mobile unterstützt. Zwar ist die SAP-Plattform Netweaver mobile offen für alle Technologien und Systeme. Um die Anbindung der in der Geschäftswelt sehr beliebten Blackberrys, der Symbians und der extrem populären iPhones sollen sich jedoch Technologie-Partner kümmern.

Mit Partnern zum Technologie-Durchbruch

Architektur der SAP-Plattform Netweaver mobile.
Architektur der SAP-Plattform Netweaver mobile.
Auf der SAP Technikmesse in Wien präsentierten die Walldorfer in Kooperation mit Sybase beispielsweise einen CRM-Client für iPhones, der bedienfreundlich aufbereitet ein einfaches Kontakt-, Aufgaben- und Termin-Management offeriert. Partner arbeiten an Applikationen unter Symbian OS, Palm OS, unter Microsofts .NET-Programmierparadigma und für Googles Android.

SAP selbst hat seine Windows-Clients für Notebooks und Smartphones in Java entwickelt und unterstützt bisher auch lediglich das Java-Framework. Die Walldorfer zeigten in Wien vornehmlich CRM-Applikationen, und das aus zwei Gründen: Mitarbeiter in Vertrieb und Wartung benötigen dringend mobile Unterstützung und bekommen sie auch bereits, nur noch nicht in ausreichendem Masse.

Ausserdem lassen sich CRM-Abfragen relativ leicht auf Smartphone-Format herunterbrechen. Anspruchsvolle Analytik ist dabei nicht "simply the next step", sondern eine Herausforderung, die es noch zu meistern gilt.

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