QlikView 9: Superschnelle BI-Analysen in Echtzeit

QlikTech bietet sein rasend schnelles BI-Analyse-Tool QlikView 9 jetzt auch in der Cloud an. Zum Ausprobieren gibt es eine "Personal Edition" kostenlos zum Download. Computerworld hat einen ersten Blick auf die neue Lösung geworfen.

Das Dashboard von QlikView 9.
  

» Von Michael Kurzidim, 15.06.2009 11:14.

Gerade für Unternehmen, die von den Implementierungsversuchen traditioneller BI-Anbieter wie SAP Business Objects, IBM Cognos, Oracle oder SAS genug haben, sei QlikView 9 die ideale Lösung, meint QlikView-CEO Lars Björn. Das ist starker Tobak und zum guten Teil sicher auch Marketing-Getrommel. Fest steht: QlikTech offeriert seine neue Version 9 auch als Cloud-Computing-Service über die EC2-Dienste von Amazon und bietet iPhone-, Java- und Ajax-Unterstützung. Auch bei den Diagrammfunktionen (Sparkline-, Whisker-Grafiken, Gitterdiagramme) will der Anbieter nachgebessert haben.

Fest steht auch: QlikView setzt massiv auf In-Memory-Technologie, was die traditionellen Anbieter lange Zeit vernachlässigt haben. Mit In-Memory lassen sich riesige Datenbestände in extrem kurzer Zeit auswerten, weil sämtliche entscheidungsrelevanten Daten im schnellen Hauptspeicher vorliegen. "Es ist der langsame ROLAP-Datenbankansatz, auf den SAP lange Zeit gesetzt hat, der die Performance ausbremst", sagte BI-Guru Nigel Pendse gegenüber Computerworld. Aber SAP und andere Anbieter holen auf.

Dynamische virtuelle Würfel

Business Intelligence soll Terabytes an Daten möglichst schnell analysieren und auswerten. Dabei verfolgen BI-Anbieter ein hybrides Modell. "Wir bilden kein komplettes Data Warehouse In-Memory ab", erläutert Jürgen Klein, Director Services bei QlikTech. Die entscheidende Frage sei, welche Daten in den Hauptspeicher kommen, wo nach "Massgabe der Nutzervorgaben" ein sogenannter virtueller Würfel erstellt wird. Jeder Nutzer-Mausklick hat nach Klein eine neue Berechnung dieses virtuellen Würfels zur Folge. Das mache virtuelle Info Cubes sehr flexibel, sagte Klein, der Computerworld das neue QlikView 9 demonstrierte.

In-Memory-Technologie könne Data Warehouses ersetzen, aber zurzeit nur im Mittelstand mit mittleren Datenvolumina, schätzt Klein. Mehr über die neuen Datenbank-Analyseansätze und woran Anbieter wie MicroStrategy, Information Builders und Infor arbeiten, lesen Sie in der neuen Ausgabe von Computerworld, die am 19. Juni erscheint. Die "Personal Edition" von QlikView 9 gibt es zum kostenlosen Download.

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