Miese Stimmung: Hardcopy-Peripherie im Sinkflug
Die Abverkäufe von Drucker-Verbrauchsgütern sacken ab. Am schlimmsten trifft es die Lasertechnologie. Refiller und Drittanbieter profitieren.
Abverkäufe von Tintenpatronen und Toner-Kartuschen brechen ein.» Von , 09.12.2009 10:47.
Unternehmen wirtschaften effizienter. Die Abverkäufe von Print-Verbrauchsgütern gaben in den ersten beiden Quartalen 2009 insgesamt um 13,1 Prozent nach, schätzen die Marktforscher von IDC. Zwar hatten sowohl die Consumer- als auch die Business-Sparte unter den Einbrüchen zu leiden. Am sparsamsten aber wirtschafteten die Business-User, was sich besonders in den Abverkäufen von Toner-Kartuschen niederschlug. Die brachen in der ersten Hälfte 2009 in der Verkaufsregion EMEA um 24,9 Prozent ein (im Vergleich zum Vorjahr). Die Verkäufe von Tintenpatronen (inkjet consumables) gingen um 19,2 Prozent zurück.
Verbraucher haben das Spiel durchschaut
Die Hersteller von Drucker-Peripherie trifft die Zurückhaltung der Verbraucher an einer empfindlichen Stelle, werden doch die hohen Margen gar nicht mit dem Verkauf von Hardware-Peripherie, sondern mit dem anschliessenden Service erzielt. Dieses heute übliche Geschäftsmodell führt dazu, dass bereits Tintenpatronen, die noch zu 20 Prozent gefüllt sind, im Abfallcontainer landen, fand unsere Schwesterzeitschrift PCTipp heraus. Denn dann leuchtet bereits die rote Lampe am Drucker. Verbraucher haben das Spiel durchschaut und weichen zunehmend auf Drittanbieter, Tinten-Tankstellen und andere alternative, preiswertere Refiller aus.
Drittanbieter profitieren
Die profitieren denn auch von den roten Zahlen der Original-Hersteller und dürfen sich über steigende Umsätze freuen. Drittanbieter von Toner-Kartuschen verzeichneten in der ersten Hälfte 2009 Zuwächse von 5,1 Prozent, schätzt IDC (im Vergleich zum Vorjahreszeitraum). Besonders Verbraucher in Zentral- und Osteuropa greifen zu den preiswerteren Alternativen, weil dort der Preisdruck grösser sei als in Westeuropa. Russland und die Ukraine werden von billigen Nachahmerprodukten sogar regelrecht überschwemmt.
Prognose 2010: zunehmend sonnig
IDC sieht jedoch bereits heute Licht am Ende des Tunnels. Schon 2010 werde sich der Markt erholen: Für den Prognosezeitraum 2009 bis 2013 sagen die Marktanalysten einen leichten Anstieg der Abverkäufe von Tintenpatronen (inkjet consumables) um 1,8 Prozent voraus. Toner-Kartuschen würden sogar um 5,4 Prozent stärker nachgefragt. Das entspricht weltweit über 314 Millionen (Tinte) respektive 165 Millionen (Toner) verkauften Einheiten.







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