Microsoft fördert Schweizer Start-ups
Durch die Förderung sparen Jungunternehmer Anschaffungskosten und Software-Lizenzgebühren von bis zu mehreren hunderttausend Franken.
Johann Kurz, Director Developer & Platform Group Microsoft Schweiz» Von , 07.11.2008 14:33.
Heute startet Microsoft sein Förderprogramm BizSpark für junge Software-Unternehmen. Dadurch sparen Start-ups Lizenzgebühren für Entwicklungstools und Server, die sich schnell auf mehrere hunderttausend Franken summieren können. Ausserdem hilft Microsoft bei zwei technischen Supportfällen pro Start-up und bei der späteren Vermarktung der Produkte.
Voraussetzungen für die Förderung
Junge Unternehmen, die sich fördern lassen wollen, müssen an der Entwicklung einer Software oder einer softwarebasierten Dienstleistung arbeiten und in privater Hand sein. Ausserdem darf das Start-up nicht mehr als eine Million US-Dollar pro Jahr umsetzen und nicht länger als drei Jahre im Handelsregister eingetragen sein. Um die Berechtigung zu erhalten, Software für die Produktion und Implementierung gehosteter Lösungen zu nutzen, müssen die Jungprogrammierer an einer SaaS-Lösung (Software as a Service) arbeiten, die via Internet bereitgestellt wird.
Was enthält das Förderpaket?
Unternehmen, die Microsoft unter seine Fittiche nimmt, kommen in den Genuss eines umfangreichen, kostenlosen Software-Paketes. Dazu gehören unter anderem die Visual Studio Team Suite (VSTS) mit einer MSDN-Premium-Lizenz (Microsoft Developer Network) für das gesamte Entwicklerteam. Mit dabei sind ausserdem der VSTS-Team-Foundation-Server (Standard Version) und das Expression Studio (V. 2). SaaS-Entwickler enthalten zusätzlich Lizenzen für den Windows und SQL Server (alle Versionen), den Office SharePoint Server, das Systems Center und BizTalk.

Beat Schillig, geschäftsführender Partner IFJ Schweiz
Start-up-Szene Schweiz: 85 Prozent erfolgreich
Schon heute könne die Schweiz stolz auf ihre Start-up-Szene sein, sagt Beat Schillig vom Institut für Jungunternehmen (IFJ). Die Überlebensrate von ETH-Spinoffs beträgt etwa 85 Prozent, das sind doppelt so viele wie in den USA. Für das laufende Jahr rechnet Schillig mit insgesamt 26 Schweizer Jungunternehmen. "Was Microsoft da auf die Beine gestellt hat, ist einzigartig", schwärmt er.
Teilnehmer und Anwärter
Bis jetzt nehmen acht Start-ups am Förderprogramm teil, darunter Kooaba, Doodle, Immomig, exsila und blogWerk. Für Jungunternehmer Marc Steffen von Kooaba waren vor allem die Entwicklungstools und der Marktanteil von Microsoft-Produkten das ausschlaggebende Argument, am Förderprogramm teilzunehmen. Zum offiziellen Launch von BizSpark haben sich etwa 300 junge Entrepreneure angemeldet.
Microsoft BizSpark-Förderprogramm: Information und Anmeldung







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