Finnova: Kundenpflege jetzt besonders wichtig

Der Bankensoftware-Dienstleister Finnova hat sein neues CRM vorgestellt. Die Total Cost of Ownership (TCO) sinken. Das Feedback des Pilotkunden Schwyzer Kantonalbank (SZKB) fällt sehr positiv aus.

Finnova CEO Charlie Matter
  

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» Von Michael Kurzidim, 10.06.2009 17:02.

"Wir wollen mit unserem Customer Relationship Management die Berater an der Front stärker unterstützen", betont Markus Russ, CRM-Verantwortlicher bei Finnova. Kundenpflege hat bei den Banken zurzeit einen sehr hohen Stellenwert. In Abhängigkeit von kundenspezifischen Eigenschaften wie Alter oder Vermögen sucht eine automatisierte Logik Produktvorschläge heraus, die Berater dann ihren Kunden offerieren können. Die CRM-Lösung betreibt also eine Vorselektion, aber das ist nur eine der Funktionen, die Finnova in seinem neues CRM 2.0 verbessert hat. In Konsequenz sinken die Total Cost of Ownership (TCO). Wir haben gutes Feedback von unserer Pilotbank, der Schwyzer Kantonalbank, bekommen, sagt CRM-Expperte Russ.

Automatisierte Logik optimiert Kundenpflege

So kann die automatisierte Kundenlogik jetzt auf mehr als 100 persönliche und finanzielle Attribute zurückgreifen, die Berater dabei unterstützen, ihren Kunden auf ihre Lebensumstände zugeschnittene, personalisierte Angebote zu unterbreiten. Die Kundenstammdaten lassen sich durch über 200 Attribute verfeinern. Impulsgeber für "Cross Selling" und "Up Selling" erschliessen bisher ungenutzte Potenziale. Ein Kampagnen-Management steckt noch in der Entwicklung.

"Die Bank muss ihre Beraterphilosophie allerdings selbst definieren, das Finnova-CRM mit seinen neuen Möglichkeiten ist nur ein Enabler", betont Charlie Matter, CEO und Mitglied des Verwaltungsrates bei Finnova. Den Schlüsselvorteil der neuen Lösung sieht Matter in der Integration in die Gesamtbankenlösung von Finnova. Das treffe auf Konkurrenzprodukte mit einem ähnlich mächtigen Funktionsumfang nicht zu. Ausserdem seien die Hardware-Anforderungen von Finnova-Lösungen signifikant niedriger als bei Mitbewerbern.

Privatbanken im Visier

Bei den Universalbanken gebe es nicht mehr viel Potenzial, Finnova ziele daher klar auf das Marktsegment der Privatbanken, erläuterte Matter weiter. Bei den Privatbanken stelle sich die Kostenfrage heute lauter als früher. Eine Auslandsexpansion stehe zwar auf der Strategie-Map, aber zurzeit nicht allzuweit oben, meinte Matter. Die Roadmap der nächsten Monate: Die Ostschweizer Avance-Banken werden im Juli auf Finnova umstellen, im November dieses Jahres soll die Migros Bank folgen, zum Jahresende zwei Privatbanken.

Auf Kundenseite spürt auch Finnova einen Trend zur Vorsicht. Angefangene Projekte werden zwar zu Ende geführt, Ergänzungsprojekte würden aber kritischer überprüft als vor der Krise und teilweise verschoben. Bei neuen Projekten verhalten sich Kunden zurzeit sehr zurückhaltend.

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