Alcatel Lucent progagiert das "Dynamic Enterprise"

Wie werden Schweizer Firmen dynamisch und krisenfest? Auf dem Enterprise Forum in Paris stellte Alcatel Lucent erfolgsversprechende Strategien vor.

Ben Verwaayen, CEO Alcatel Lucent: In Innovationen investieren
    

» Von Michael Kurzidim, 05.03.2009 12:20.

"Mir ist schon klar, dass wir eine ganze Menge harter Arbeit vor uns haben", kommentierte Ben Verwaayen, CEO des Telekommunikationsausrüsters Alcatel Lucent, die jüngsten tiefroten Zahlen seines Unternehmens. Aber wir haben einen ausreichenden Cash Flow und die finanziellen Möglichkeiten, um die Aufgaben der Zukunft anzugehen, versicherte er. Das Wichtigste sei jetzt, in Innovationen zu investieren. Die vier Schlüsselfaktoren eines dynamischen Unternehmens seien hochvernetzetes Wissen, kompetente Mitarbeiter, optimierte Prozesse sowie eine effiziente Kollaborations- und Netzwerk-Infrastruktur.

Wie aber werden Schweizer Firmen ganz konkret dynamischere Unternehmen? Sich auf das operative Geschäft zu fokussieren und die Kosten zu senken sei nicht ausreichend, betonte Peter Sondergaart, Research Director bei Gartner. Sondergaart nannte zwei Trends, die für dynamische Unternehmen in den nächsten Jahren eine erfolgsentscheidende Rolle spielen werden: auf Software basierende Dienstleistungen wie soziale Netzwerke und Kontext-sensitives Computing. Darunter versteht der Gartner-Director Devices und Dienstleistungen, die ihr Verhalten an Personen, Objekten und Lokationen ausrichten.

Peter Sondergaart, Gartner Research Director: Zwei Schlüsselfaktoren für dynamische Unternehmen
Peter Sondergaart, Gartner Research Director: Zwei Schlüsselfaktoren für dynamische Unternehmen
Bis zum Jahr 2012 prophezeit Sondergaart weltweit 298 Millionen User sogenannter "location-based services", einer Form des kontext-sensitiven Computing. Das Marktpotenzial weltweit schätzt er auf 215 Milliarden US-Dollar. Unified-Communications-Lösungen etwa unterstützen die Teamarbeit und die soziale Vernetzung in Unternehmen. Dazu müssen Firmen aber erst einmal investieren. Laut Sondergaart belaufen sich die Kosten auf 500 US-Dollar pro Mitarbeiter plus einer einmaligen Investition zwischen 200000 und 500000 Dollar. Der Payback für UC- und Kollaborations-Lösungen soll sich nach etwa zwei Jahren einstellen. Nicht in Unified Communications zu investieren hätte fatale Folgen, denn Kommunikation sei so etwas wie der Sauerstoff für ein Unternehmen, warnt Tom Burns, COO der Enterprise Business Group bei Alcatel Lucent.

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