2010 wird Jahr der Optimierung

Im laufenden Jahr wird der Fokus bei IT-Projekten auf der Optimierung liegen. Die neuen Investitionsfelder stellen IT-Services- und Softwareanbieter aber vor Herausforderungen.

  

» Von Manuela Amrein, 08.02.2010 06:57.

Da die IT strategisch immer wichtiger wird, haben im vergangenen Jahr viele Unternehmen auch investiert, statt nur gespart. Dabei rückte vor allem die Optimierung der IT-Ressourcen in den Fokus. Ein Trendthema, das wohl auch im laufenden Jahr noch viele Firmen beschäftigen wird. «Optimierung wird für die Anwender auch weiterhin höchste Priorität haben, wenn es um IT-Investitionen geht», meint Christophe Châlons, Chief Analyst von Pierre Audoin Consultants (PAC) in München. «Wie schon 2009 wird dies viele Bereiche betreffen, z.B. Server-Konsolidierung und Virtualisierung der Infrastruktur.» Die derzeitige Lage sollte aber auch für Cloud Computing-Modelle ideal sein. Dabei sollen für Anwenderfirmen vor allem Niedrigpreisstrategien interessant bleiben, wie Standardisierung, Open Source und Offshore. Ebenfalls zeigen jüngste Entwicklungen im Bereich mobiles Internet und Smartphones, dass Applikationen für mobile Plattformen immer wichtiger werden. Weiter geht das Analystenhaus PAC davon aus, dass Projekte im Bereich Embedded-Systeme das Wachstum in vielen Sektoren weiter antreiben werden.

Herausforderungen für Anbieter im Jahr 2010

Während sich die Industrie also langsam von der Wirtschaftskrise erholt, zeichnen sich neue Investitionsfelder ab. Doch um auf diese Investitionstrends reagieren zu können, müssen Software- und IT-Services-Anbieter ihre Aktivitäten an den Käufermarkt anpassen. Gemäss PAC sind dafür folgende Themen von Bedeutung:

- Kundennähe: Da die Anwenderunternehmen weiterhin die Zahl ihrer strategischen IT-Anbieter verringern, werden Kenntnisse der Kundenerwartungen entscheidend sein.

- Innovation: Kunden erwarten Unterstützung in ihrer Positionierung, um von neuen Wachstumschancen profitieren zu können.

- Partnerschaften: Nur sehr wenige Anbieter können alles alleine schaffen. Eine facettenreiche Welt erfordert einen Unternehmensverbund mit Softwareherstellern, Technologieanbietern, Telekommunikationsunternehmen und Systemintegratoren sowie in einigen Fällen Wirtschaftsexperten.

- Fusionen und Übernahmen: Im Jahr 2010 werden viele Anbieter ihre Fähigkeiten in bestimmten Technologien, Industrien und/oder lokalen Märkten durch gezielte Übernahmen erweitern.

- Industrialisierung: Hier kann man geradezu von ,Kostenbesessenheit" sprechen. Anbieter müssen effizient liefern, schlanke Plattformen (Prozesse, Services, Infrastruktur) nutzen und von Methodiken und innovativen Modellen (Cloud) sowie globalen Standorten profitieren

- Humankapital: Das Jahr 2009 unterbrach den weltweiten Kampf um Talente. Die einsetzende Erholung wird jedoch Engpässe in vielen Kompetenzbereichen ans Licht bringen. Damit die Arbeitskräfte, die sich rasch verändernden Technologien bewältigen können, müssen sie geschult werden. Zudem werden grosse Anstrengungen erforderlich, um die besten Leute zu motivieren und zu behalten.

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