Wurden Schweizer Shops erpresst?

Mehrere Schweizer Shops wurden es gestern von einer schweren DDoS-Attacke in die Knie gezwungen. Doch wer steckt dahinter, und was sagen Hoster und Sicherheitsexperten?

» Von Simon Gröflin , 15.03.2016 14:30.

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Digitec, Microspot, Interdiscount und LeShop: Mehrere Schweizer Webshops fielen gestern für mehrere Stunden aus. Auch die Webseite der SBB war für mehrere Stunden nicht erreichbar. Sowohl Coop als auch Digitec gehen von einer DDoS-Attacke aus.

Digitec und Galaxus hat es besonders schwer getroffen. Die Shops waren auch übers Wochenende länger nicht erreichbar.



Diese Aussage überrascht Init7-CEO Fredy Künzler: «Der Ausfall bei Digitec war vermutlich siebenstellig oder höher. Firmen investieren Millionen in Versicherungspolicen und vollredundante, ausfallsichere Systeme und fahren dann doch «ohne Helm Velo», wundert sich Künzler. (Anm.: Digitec wird nicht von Init7 gehostet.) Sowohl Init7, Switch als auch Hostpoint konnten keine speziellen Vorkommnisse verzeichnen, wie die Hoster uns auf Anfrage bestätigten. Ein gewisses Grundrauschen an Angriffen bestehe zwar immer, meint Tom Brühlwiler von Hostpoint. Man hätte aber ebenfalls keine grösser angelegten Angriffe feststellen können, so Brühwiler.

Auch Brack hat es am Montagnachmittag von einer DDoS-Attacke getroffen, wie Mediensprecher Daniel Rei auf Anfrage bestätigt. Offenbar haben die Anfragen ungefähr um 12:35 Uhr begonnen, jedoch nach einer Stunde wieder nachgelassen. Die Shops waren für Kunden wieder durchgehend zu erreichen. «Dies ist den Vorkehrungen zu verdanken, die wir aufgrund früherer Vorfälle getroffen haben. Ob es sich beim aktuellen Angriff um eine Erpressung handelte, ist uns nicht bekannt. Bislang liegt der Geschäftsleitung kein entsprechendes Schreiben vor», erklärt Rei offen. Bei den anderen Onlineshops gab es bislang noch keine Hinweise auf mögliche Drohbriefe.

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