Sicherheitsrisiken bei Unified Communications
Die Integration verschiedener Daten- und Kommunikationskanäle in einer UCC-Infrastruktur bringt Risiken mit sich. Ohne Sicherheitsleine sollte kein Unternehmen den Umstieg wagen. Intelligente Schutzmechanismen und eine mehrschichtige Sicherheitsstrategie sichern Ihr Firmennetz gegen die Gefahren ab.
Der Schein trügt: Unified Communications bergen Sicherheitsrisiken» Von , 09.03.2010 06:00.
Mike Gasser ist General Manager bei Norman Data Defense Systems AG Schweiz
Unternehmen nutzen heute eine Vielzahl von Kommunikationskanälen, um ihre Mitarbeiter mit Informationen zu versorgen. Die Integration von Sprache, Daten, Video und Netzwerkinfrastruktur in einer einheitlichen Anwendungsumgebung - Unified Communications & Collaboration genannt - erleichtert die Zusammenarbeit und bindet auch Business-Anwendungen wie Office, CRM oder ERP ein.
Die unterschiedlichen Komponenten, aus denen eine UCC-Infrastruktur besteht, stellen die IT jedoch vor neue Sicherheitsprobleme. Um einen optimalen Schutz aufzubauen, muss diese ganz genau wissen, welche Kanäle und Medien in die UCC-Infrastruktur eingebunden sind, woher der Datenverkehr kommt und wie potenzielle Bedrohungen in das Firmennetz gelangen könnten.
Offene Standards als Risiko
Voice over IP (VoiP) ist die Grundvoraussetzung für UCC-Anwendungen. Moderne UCC-Dienste basieren meist auf IP (Internet Protocol) sowie SIP (Session Initiation Protocol) und arbeiten mit offenen Standards. Die Konvergenz von Telefonie, Mail und anderen Arten des Datenaustauschs auf ein IP-basiertes Netzwerk macht UCC aber anfällig für Angriffe aus dem Internet wie Denial-of-Service-Attacken (DDoS), ARP Flooding, Broadcast Storms und andere. Zudem kann die Sprachkommunikation in einer IP-Infrastruktur abgehört werden.
Der Schlüssel zur effektiven Bekämpfung von Bedrohungen liegt deshalb im Einsatz von Sicherheits-technologien im gesamten Unternehmen - in Form von mehrstufigen Lösungskomponenten. Überwindet ein Angreifer eine dieser Ebenen, dann scheitert er an der nächsten. Um die Abwehr nach innen und aussen zu gewährleisten, muss ein UCC-Sicherheitskonzept den gesamten End-to-End-Kommunikations-prozess berücksichtigen, dazu zählen die komplette Infrastruktur, die Server inklusive Daten und Applikationen im Rechenzentrum, TK-Systeme, LAN und WAN, die Verschlüsselung aller Sprach-, Daten- und Videoanbindungen sowie alle mobilen Endgeräte und Anwender.



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