Die neue mobile Unsicherheit

Die Schonzeit ist vorbei. IT-Verant­wortliche müssen sich schleunigst eine langfristige Abwehrstrategie gegen die neuen Gefahren durch mobile Geräte überlegen.

  

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» Von Franz Kaiser, 01.04.2010 06:00.

Franz Kaiser ist Country Manager Austria, Switzerland and Central Eastern Europe bei Fortinet

Mobiltelefone und andere schnurlose Geräte entwickeln sich zur neuen Schwachstelle im Firmennetz. Cyberkriminelle rüsten auf und nutzen neue Technologien für ihre Angriffe. Und wie halten die Unternehmen Schritt? Durch den zunehmenden Gebrauch mobiler Anwendungen wie Facebook und Twitter können Mitarbeiter den Unternehmensnetzwerken schaden, ohne es zu wissen.

Die zunehmende Verbreitung von 3G-Netzwerken - Mobilfunknetzen der dritten Generation mit UMTS-Datenraten bis 7,2 Mbit/s - liefern mehr Bandbreite für fortgeschrittene mobile Services wie Audio- und Echtzeit-Video-Übertragungen. Apple hat mit seinem Applikationsportal die Art und Weise beeinflusst, wie Nutzer mit ihren Smartphones interagieren. Microsoft und Nokia ziehen mit ähnlichen Portalen nach. Die verstärkte Personalisierung und Kundenanpassung, die mit diesen Portalen möglich wird, bringt neue Anwendungsmöglichkeiten mit sich - gute wie schlechte.

Das ist auch die grosse Sorge der Manager von Unternehmensnetzwerken. Durch die neuen Applikationen sind Nutzer nicht länger an vorinstallierte Applikationen gebunden, und sie nutzen ihre Smartphones vermehrt für geschäftliche wie auch persönliche Zwecke. Das US-Marktforschungsunternehmen iSuppli prognostizierte für 2009, dass die Anzahl an ausgelieferten Smartphones auf 192,3 Millionen Stück anwachsen würde - 11,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Mobilfunkgeräte werden für ihre Nutzer immer unentbehrlicher. Das heisst im Klartext: Kunden geben dafür Geld aus - und wo Geld im Spiel ist, lässt auch die Kriminalität nicht lange auf sich warten. Damit steigt auch das Potenzial für Vireninfektionen und Angriffe drastisch an. Da Smartphones zunehmend die Laptops als mobiles Büro ablösen, eröffnen sich Cyberkriminellen ganz neue Möglichkeit für den Zugriff auf sensible Unternehmensdaten.

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