Auswärts speichern

Administratoren verwenden oft

viel Zeit für die Daten- und Speicherverwaltung. Ergänzt man den lokalen Plattenplatz durch virtuellen Online-speicher, erhöht das die Datensicherheit und vereinfacht das Storage-management

» Von Stephan Haux, 22.02.2010 06:00.

Stephan Haux ist Senior Product Manager für EMEA bei Iron Mountain Digital. Der Beitrag stammt von techchannel.de

Was haben eine mittelständische Werbeagentur mit rund 50 Mitarbeitern, ein Architekturbüro mit 20 Mitarbeitern sowie ein mittelständischer Produktionsbetrieb mit mehreren Hundert Angestellten gemeinsam? Sie produzieren täglich enorme Mengen an Daten. Die Entwicklung von kreativen Inhalten für Werbekampag-nen, die Konstruktion von Bauwerken und die Produktionssteuerung von industriellen Spezialanfertigungen verlaufen heute zu 99 Prozent computergestützt. Dabei kommen leicht Datenmengen von einigen Terabyte pro Projekt zustande. Mit der abschliessenden Fertigstellung ist es dann jedoch noch nicht getan:

Gesetzliche Bestimmungen schreiben vor, dass die Grafiken, Filmdaten, Pläne, Statikberechnungen sowie Produktionsinformationen über Jahre hinweg aufbewahrt werden müssen. Dabei müssen die Daten sicher, unveränderbar und jederzeit verfügbar sein.

Die entstehenden Daten zu sichern, zu verwalten, zu archivieren und zu löschen, gehört zu den Aufgaben des IT-Administrators. Doch meist hat das Tagesgeschäft eine höhere Prio-rität. Oft bleibt keine Zeit für Speichermana-gement und -optimierung. Zudem wird der Administrator durch das typische Datenwachstum von 50 bis 80 Prozent pro Jahr schnell zum Diskjockey. Die nur zwei Jahre alte Backup-Lösung ist den Anforderungen nicht mehr gewachsen, der Admin ist ständig am Platten- und Bänderwechseln.

Bei Technologiewechseln jeglicher Art - seien es Festplattensysteme, Bandlaufwerke oder neue Anwendungsprogramme - stehen noch weitere Arbeiten an: Dateien müssen kopiert, Hunderte von Bändern etwa vom Bandformat LTO 3 auf LTO 4 gewechselt und alte Dateien passend für die neuen Anwendungen konvertiert werden. Der Aufwand ist bei typischen Bandschemata mit einer dreigliedrigen Sicherung (täglich, wöchentlich, monatlich) enorm aufwendig.

Je mehr Daten in einem Unternehmen entstehen, desto komplexer wird deren Management. Gerade die Optimierung der alten, inaktiven oder statischen Daten kann einen enormen Effektivitätssprung bewirken. Zirka 60 Prozent der unstrukturierten Daten in Unternehmen zählen zu dieser Kategorie. Bei ty-pischen Aufbewahrungszeiten von fünf bis zehn Jahren wird dieser Anteil in den nächsten Jahren noch wachsen und als permanenter Ballast die Storage-Systeme und Administratoren ausbremsen.

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